Becom entflechtet IBM- und EMC-Business

19. Juni 2006 um 14:15
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Neues "intelliStorage"-Team soll sich um das EMC-Geschäft kümmern.

Neues "intelliStorage"-Team soll sich um das EMC-Geschäft kümmern.
Der Rotkreuzer Storage-Spezialist becom Informationssysteme hat eine neue Abteilung gegründet. Unter dem Namen intelliStorage wird sich dieses vorerst sechsköpfige Team unter der Leitung von Thomas Sidler (Bild) um die Integration von Backup/ Recovery-, Archiv- und Storagelösungen mit Produkten von EMC sowie ADIC, Atempo, StorageTek, H&S und Diligent Technologies kümmern. Becom beschäftigt in der Schweiz momentan insgesamt 22 Mitarbeitende.
Die Becom Informationssysteme AG gehört zur becom Gruppe, ihres Zeichens IBM Premium Business Partner und mit gegenwärtig rund 400 Mitarbeitenden in Deutschland, Holland und der Schweiz aktiv ist. Aufgrund ihrer Geschichte ist die Schweizer Niederlassung von becom allerdings auch Partner des IBM-Konkurrenten EMC. Kurt R. Meier, seit Anfangs Mai Chef von becom Informationssysteme, bestätigte denn auch ganz klar unsere Vermutung, dass es bei der Gründung des intelliStorage-Teams um eine Entflechtung des IBM- und des EMC-Geschäftes gehe.
Um die becom-Story kurz zu rekapitulieren: Die becom Gruppe übernahm Anfangs 2005 den Storage-Bereich von Dicom Security. Disec seinerseits hatte sich, auch aufgrund einiger Differenzen im Bezug auf die Channelpolitik, die damals zu Tage traten, im Herbst 2003 von EMC als Haupt-Hardwarepartner abgewandt und den Schwerpunkt auf IBM gelegt. Das EMC-Geschäft wurde aber nie ganz aufgegeben.
Durch das intelliStorage-Team wolle man nun die beiden Bereiche auch durch den eigenen Brand sauber trennen, so Meier. Eine spätere Ausgliederung des EMC-Bereichs sei aber gegenwärtig überhaupt nicht geplant. Im Gegenteil: intelliStorage soll sich nicht nur um die aus Disec-Zeiten stammende "gesunde" EMC-Kundenbasis kümmern, sondern sie für becom auch deutlich ausbauen. Eine interne IBM-/EMC-Konkurrenz soll es bei Projekten aber selbstverständlich nicht geben: Bei Fällen, bei denen beide Herstellerpartner in Frage kämen, werde man schon im Vorfeld entscheiden, mit welchem Angebot man die besten Chancen habe, so Meier. (Hans Jörg Maron)

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