Bedag erzielt 2018 tieferen Umsatz und Gewinn

7. Mai 2019, 11:08
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Die Firma sieht sich auf einem guten Weg.

Die Firma sieht sich auf einem guten Weg.
Der kantonseigene Berner Informatik-Dienstleister Bedag hat 2018 einen tieferen Umsatz erzielt. Trotzdem resultierte ein Gewinn von 5,3 Millionen Franken. Als Eigentümer erhält der Kanton Bern eine Dividende von 3,7 Millionen Franken, dies teilt das Unternehmen mit.
Im letzten Jahr erzielte Bedag Informatik einen Umsatz von 83,8 Millionen Franken. 2017 waren noch ein Umsatz von über 90 Millionen und ein Gewinn von elf Millionen Franken verzeichnet worden.
Den Rückgang von Umsatz und Gewinn führt Bedag Informatik auf verschiedene Faktoren zurück – so auf Preisreduktionen bei Dienstleistungen beim Rechenzentrum für den Kanton Bern, Investitionen in den Aufbau neuer Angebote sowie weggefallene Geschäfte nach dem Verkauf der Sozialwesen-Software KiSS im Jahr 2017.
Das Unternehmen hat laut eigenem Bekunden den Rückgang erwartet und sieht sich auf gutem Weg. Mit der aktualisierten Eigentümerstrategie habe die Berner Regierung ein "klares Bekenntnis zur Bedag als wesentlichem Träger von Informatik-Dienstleistungen für den Kanton" abgegeben.
Diskussion um Verkauf hält an
Die Regierung hatte im Herbst 2018 nach der Prüfung mehrerer Optionen beschlossen, dass das Unternehmen im Eigentum des Kantons Bern bleiben und nicht verkauft werden soll.
Das Parlament hatte die Regierung 2016 per Postulat aufgefordert, einen Verkauf der Bedag zumindest zu prüfen. Mit dem Bericht der Regierung zur Eigentümerstrategie ist die Finanzkommission aber nicht zufrieden. Sie verlangt weitere Abklärungen, insbesondere zur Frage einer möglichen Aufsplittung der Dienstleistungen.
Die 1990 gegründete Bedag beschäftigt rund 370 Mitarbeitende, die hauptsächlich ICT-Dienstleistungen für den Kanton Bern erbringen. Darunter sind aktuell Projekte wie der Bau einer eGov-Login-Lösung sowie Betrieb und Engineering für rund 12’000 Clients im Kanton Bern.
Gegen Kritik, man sei ein vom Kanton getragener Konkurrent, wehrt sich Bedag. Das Unternehmen wolle fokussieren und suche im Markt von Rechenzentren für öffentliche Verwaltungen "primär Geschäfte mit sehr hohem Synergiepotenzial". In der Folge "konkurrenziert Bedag im Rechenzentrumsbereich kaum mehr Dritte", wie es in der Medienmitteilung heisst. (mag/sda)

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