Bedag zieht positive Bilanz für 2020

27. April 2021, 14:45
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Umsatz- und Gewinn­wachstum sowie mehr Mit­arbeitende: Bedag sieht die Vergangen­heit und die Zukunft rosig.

Es sei ein "forderndes Jahr" gewesen, bilanziert Bedag 2020 und verweist wie alle Firmen speziell auf Corona. Und wie für viele IT-Dienstleister war es auch ein erfolgreiches Jahr: Zum 30-jährigen Jubiläum konnte Bedag den Umsatz um 10% auf 94,5 Millionen Franken steigern. Der Gewinn stieg auf 5,7 Millionen Franken, heisst es in der Mitteilung.
Dem Geschäftsbericht ist zu entnehmen, dass der Löwenanteil des Wachstum aus Zusatzaufträgen von Bestandeskunden stammt.
Bedag erzielte 2020 71% des Umsatzes mit dem Rechenzentrumsbetrieb inklusive Client-Geschäft und 29% mit der Entwicklung und Wartung von Branchen-, Fach- und Individuallösungen. Mit dem Wachstum einhergehe, dass der Umsatzanteil mit dem Kanton Bern auf 76% gestiegen sei, so der Geschäftsbericht.
Ausgabenseitig investierte man 6,9 Millionen Franken im Rechenzentrumsbereich "für Lifecycle bedingte Ersatzbeschaffungen und den Kapazitätsausbau von Netzen, Servern und Speichermedien sowie die Modernisierung der Gebäudeinfrastruktur", heisst es weiter.
Auch das Personal wuchs auf 421 Mitarbeitende an (plus 10%), und um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken bietet Bedag neu 35 statt 30 Lehrstellen.
Aufgrund der guten Eigenkapitalsituation könne man dem Kanton Bern eine Dividende im Umfang des Jahresgewinns von 5,7 Millionen Franken ausrichten, heisst es in der Mitteilung.
Positiv sieht der IT-Dienstleister auch die eigenen Leistungen während dem Lockdown und der gesamten Corona-Pandemie: "Die Informatiklösungen des Kantons Bern sowie der weiteren Kunden funktionierten einwandfrei, blieben performant und waren stets sicher".

"Ein Mehrfaches eines Jahresumsatzes"

Auch die Zukunft sieht man rosig: "Bedag verfügt sowohl im Bereich der Rechenzentrums- und Client-Dienstleistungen dank mehrjährigen Betriebsverträgen wie auch in der Softwareentwicklung dank langfristigen Wartungsverträgen über einen Auftragsbestand, der ein Mehrfaches eines Jahresumsatzes abdeckt. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Auftragsbestand per Jahresende leicht erhöht."
Auch politisch und strategisch glaubt sich die Firma in ruhigeren Wassern, wurden doch im letzten Jahr die viel diskutierten "politischen Eckwerte und Rahmenbedingungen geklärt". Das schliesst auch ein, dass der Berner Grosse Rat, das Kantonsparlament, entschied, dass ein Teilverkauf der Firma im Rahmen der neuen Eigentümerstrategie weiterhin möglich sein soll.
Bedag hält fest, man habe 2020 auch die Firmenstrategie umformuliert. Neu sei die "beschaffungsrechtlich notwendige Beschränkung des Drittmarktanteils im Rechenzentrums- und Workplacegeschäft auf 20% ein fester Teil der Strategie, ebenso eine klare Umschreibung des Drittkundenmarkts für die Softwareentwicklung.
Als inhaltlichen Schwerpunkt für die nächsten Jahre hat Bedag "Innovation" in der Unternehmensstrategie verankert. Was dies konkret heisst und wieviel Geld man allenfalls in F&E investieren will, geht nicht aus dem Geschäftsbericht hervor.

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