Behörden wollen mehr Nutzerdaten von Facebook

5. November 2014, 13:17
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Behörden verlangen von Facebook immer öfter die Herausgabe von Daten.

Behörden verlangen von Facebook immer öfter die Herausgabe von Daten. Das ist dem dritten Government Requests Report mitgeteilt, dass sie vermehrt zur Freigabe von Nutzer-Informationen aufgefordert wurden.
In der Schweiz sei aktuell der Zugriff auf 62 Nutzerkonten verlangt worden, so Facebook weiter. Damit nimmt auch hierzulande die Behördenneugier rasant zu, denn im ersten Halbjahresreport, der die Zeit von Januar bis Juni 2013 umfasst, hatte Schweizer Behörden erst die Herausgabe von 36 Nutzerkonten verlangt.
Facebook selbst erläutert, dass die überwiegende Mehrheit der Anfragen sich auf strafrechtliche Fälle wie etwa Raubüberfälle oder Entführungen bezieht: "In vielen dieser Fälle beziehen sich die Regierungsanfragen auf allgemeine Nutzerinformationen wie Name und Nutzungsdauer. Andere Anfragen beziehen sich auf Protokolle der IP-Adresse oder tatsächliche Kontoinhalte." Gleichwohl bestünden strenge Prozesse für den Umgang mit solchen Anfragen, von denen jede einzelne "auf rechtliche Angemessenheit geprüft" werde, schreibt Facebook. Die Sammelwut der Behörden steht international in verschärfter Kritik, seit der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden im vergangenen Jahr amerikanische Ausspähprogramme enthüllt hatte. (vri)

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