Bei Also gibt es bald alles "als Service"

23. September 2016, 11:28
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Workplace, Digital Signage, Mobility, Security ...

Also Schweiz arbeitet mit Hochdruck an "consumption based" Geschäftsmodellen: Workplace, Digital Signage, Mobility, Security...
Im klassischen IT-Handel bleibt kein Stein auf dem anderen. Immer mehr Firmen wollen Informations­technologie nicht kaufen und selbst betreiben, sondern "als Service" beziehen. Entsprechend ändert sich die Rolle der lokalen IT-Dienstleister (früher "Reseller" genannt) rasch. Der Mann der den Wandel beim grössten Schweizer Distributor Also vorantreibt, kennt man im Schweizer IT-Channel bestens: Tom Brunner.
Er entwickelt in seiner Rolle als Division-Leiter und Mitglied der Geschäftsleitung das neue Geschäftsfeld "consumption-based Service". Und zwar mit Hochdruck. Im Gespräch mit Brunner diese Woche stellte sich heraus, dass Also Schweiz im Aufbau der neuen Geschäftsmodelle weiter ist und schneller vorgeht, als wir dachten.
Erste Versuche im Geschäft mit Hotel-TV
"Wir entwickeln das neue Business mit den Resellern zusammen", betont Brunner gleich zum Anfang des Gesprächs. In einem ersten Schritt hat Also das Geschäft mit Hotel-TV-Systemen und Digital Signage angeschaut. Brunner: "Wir haben mit einem Partner, der Software für Hotel-TV-Anlagen entwickelt, über Miet-Geschäftsmodelle gesprochen. Er kann entweder mit dem Hotelier selbst ein Vertragsverhältnis eingehen, oder wir machen ein Angebot für ein Mietmodell mit dem Endkunden. Wir bieten monatliche Fixkosten inklusive Installation, Unterhalt, den Ersatz des Produkts nach drei Jahren. Der Endkunde kann so seine Kosten bis ins letzte Detail berechnen." Der Vorschlag ist offenbar bestens angekommen. "Der Reseller hatte innert wenigen Wochen postive Resonanz," sagt Brunner. In nur 10 Wochen, so Brunner, konnte Also vier konkrete Projekte eruieren und bis zur Offertreife bringen.
Gerade Digital-Signage-Projekte eignen sich gut für consumption-based-Geschäftsmodelle. Denn die Investitionen können rasch sehr hoch werden, so dass Mietmodelle für die Endkunden attraktiv sind.
Es bleibt nicht bei Digital Signage und Hotel-TV
Die rasche Umsetzung des "consumption based" Geschäftsmodells betrifft die ganze Firma, nicht nur eine einzige Geschäftseinheit, sagt der Distributionsveteran.
So arbeitet man mit Hochdruck an einem Angebot für "Workplace as a Service". Brunner: "Es wird nicht mehr lange gehen." "Workplace as a Service" wird im Also Cloud-Marktplatz vermarktet werden und aus einer Kombination von Miet-Hardware und Online-Software (Office 365, Backup, ...) bestehen. Auch bei "Workplace as a Service" wird der Reseller selbst entscheiden, ob er einen Vertrag mit dem Endkunden will, oder ob er den Vertrag zwischen Also und dem Endkunden nur vermitteln will, sagt Brunner unmissverständlich.
Infrastruktur-Spezialisten werden sich wohl eher für die erste Version entscheiden wollen, wenn sie nicht sogar eigene "Workplace as a Service"-Modelle entwickeln. Für andere Player im Channel, etwa Business-Software-Anbieter, könnte die Vermittlung der Also-Verträge in Zusammenhang mit ihren Lösungen und Dienstleistungen interessant sein.
Brunner und seine Leute entwickeln weitere "consumption-based"-Pakete. So wird es "Mobility as a Service", respektive "Device Management as a Service" geben und man denkt in Emmen auch über "Security as a Service" Angebote nach.
Schon weiter ist man im Printing-Bereich. Schliesslich gibt es MPS (Managed Print Services) schon lange - auch von Also. Das Printing as a Service Angebot von Also ist eben auf dem Marktplatz live gegangen, so Brunner.
Als erster Disti in der Schweiz: Surface Hub as a Service
Der Also-Konzern verändert sich rasch. Hat man früher ein Produkt oder einen Service bis zur Perfektion entwickelt, bevor man damit auf den Markt ging, so will man heute vor allem auch schnell sein. "Wir probieren Modelle aus und arbeiten nach dem Prinzip 'try and pivote'", sagt Brunner.
Im Also-Sitzungszimmer, in dem das Gespräch statt fand, gibt es einen riesigen Bildschirm mit integrierten Kameras und Microsoft-Logo. Microsofts Surface Hub, wie das Gerät heisst, ist Teil einer Collaboration-Lösung. Und wird natürlich von Also "as a Service" angeboten werden. (Christoph Hugenschmidt)
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