Bei der KI-Forschung liegt die Schweiz weit vorne

8. Dezember 2021, 14:18
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Ein "Global AI Index" bewertet Länder im Bereich künstliche Intelligenz. Bemängelt wird bei der Schweiz die fehlende "Regierungsstrategie".

Seit 2019 erstellt die britische Newssite 'Tortoise Media' einen "Global AI Index". Es sei der erste Index, "der die Länder nach ihrem Investitions-, Innovations- und Umsetzungsniveau im Bereich der künstlichen Intelligenz bewertet", heisst es dazu. Die aktuelle Ausgabe gebe "der künstlichen Intelligenz in 62 Ländern der Welt einen Sinn".
Laut 'Tortoise' sind die weltweiten Investitionen in KI-Unternehmen seit 2020 um 115% gestiegen. Die gesamten KI-Investitionen hätten in diesem Jahr 77,5 Milliarden US-Dollar erreicht, ein erheblicher Anstieg gegenüber dem vorherigen Rekord von 36 Milliarden US-Dollar von 2020. Von den Investitionen entfallen rund 50 Milliarden auf die USA, gefolgt vom "Rest der Welt" und China.
In der nach den verschiedenen Bewertungskriterien erstellten Gesamtrangliste liegen ebenfalls die USA an der Spitze, gefolgt von China und Grossbritannien. Die Schweiz befindet sich hier auf Platz 18 der 62 Länder. Nachbarn der Schweiz hier: Indien (Platz 17) und Schweden (Platz 19).
Diese Rangliste lässt sich dann wieder in 6 Kategorien aufschlüsseln. Sehr gut schneidet die Schweiz in der Kategorie "Forschung" ab: Platz 3 hinter den USA und China. Bei "Entwicklung" liegt sie auf Platz 13.
Schlechter sieht es in der Kategorie "Regierungsstrategie" aus: Platz 58. Allerdings, schreibt 'Tortoise', seien Regierungsstrategien, die sich mit künstlicher Intelligenz befassen, "ein relativ neues Phänomen". Der Zweck der in diesem Teil des Index enthaltenen Indikatoren sei festzustellen, "welche Nationen sich durch die Angabe von Ausgaben und Zielen verpflichtet haben".
Ebenfalls weit hinten, auf Platz 54, liegt die Schweiz in der Kategorie "Operatives Umfeld". Ein grosses Interesse an KI in der Gemeinschaft werde die Akzeptanz für künstliche Intelligenz beschleunigen, so 'Tortoise'. Die Zusammenarbeit bei der erfolgreichen Umsetzung von KI-Technologien hänge "von der Bereitschaft der Öffentlichkeit zur Einführung und dem vorherrschenden Niveau des Verständnisses dieser Technologien ab".
Schliesslich gibt es zum Index auch noch eine Weltkarte: "Power Players" sind die USA und China. Die Schweiz zählt hier zu den "Rising Stars" – zusammen mit Australien, Japan, Singapur, Südkorea, Israel, Holland, Spanien, Dänemark, Finnland und Irland.
Die verschiedenen Ranglisten und Indizes sind auf der 'Tortoise'-Website abrufbar.

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