Bei der SGKB kam ein Roboter zum Einsatz

23. März 2018, 10:11
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Für die Übertragung von Kundenpositionen nach der Übernahme des Privatkundengeschäfts der M. M. Warburg wird auf Software gesetzt.

Die St. Galler Kantonalbank (SGKB) hatte im November 2017 das Privatkundengeschäft der M. M. Warburg übernommen. 5000 Kundenpositionen mussten deshalb in das eigene System übertragen werden – und zwar innert kurzer Frist. Statt diese Arbeit manuell zu erledigen, kam ein Roboter zum Einsatz, wie die Bank im Rahmen der Bilanzmedienkonferenz erklärte.
Eine Softwareschnittstelle zu programmieren, wäre eine mögliche, aber teure Lösung gewesen. Und für Menschen ist die manuelle Arbeit monoton und repetitiv, würde aber gleichzeitig viel Konzentration erfordern. Deshalb habe man sich mit einem Pilotprojekt für den Einsatz einer KI entschieden. Optisch sehe die Arbeit des Roboters aus, wie wenn auf einem Monitor die Demoversion eines Computerspiels abgespielt werde: "Ein Cursor bewegt sich selbständig auf dem Bildschirm", sagte Felix Buschor, Bereichsleiter Service Center und Mitglied der SGKB-Geschäftsleitung.
Zum Einsatz kam ein Standardprodukt der Firma UiPath. Das 2005 gegründete Unternehmen bietet Software im Bereich der robotergesteuerten Prozessautomatisierung (RPA). UiPath hat seinen Hauptsitz in New York und beschäftigt gut 600 Mitarbeitende weltweit.
Das Fazit sei positiv, so die St. Galler Bank. Die fünf eingesetzten Roboter hätten für die Arbeit insgesamt 225 Stunden gebraucht und ihren Auftrag technisch erfolgreich erledigt. Dies hätten Kontrollen der eingegeben Daten belegt, bei denen nur einige wenige Fehler gefunden worden seien.
Es dürfte nicht der letzte Einsatz der programmierten Helfer gewesen sein. Man werde nun prüfen, welche weiteren Möglichkeiten es innerhalb der Bank gebe, bestätigt Buschor. Es müsste sich allerdings um Arbeiten mit sich stark wiederholenden Abläufen und einem grösseren Volumen handeln. Und: Die Software sollte "substantiell günstiger" sein. (kjo/sda)

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