Beleben "Convertibles" den Desktop-Markt?

7. Oktober 2013, 13:55
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Die PC-Industrie setzt grosse Hoffnungen auf All-in-One-PCs, die sich auch als "Riesentablets" verwenden lassen.

Die PC-Industrie setzt grosse Hoffnungen auf All-in-One-PCs, die sich auch als "Riesentablets" verwenden lassen.
Ultrabooks und All-in-One-Desktops haben sich in den letzten Jahren nicht zu den grossen Verkaufsschlagern entwickelt, auf die die PC-Hersteller gehofft haben. Nun scheinen "Convertible" All-in-One-Desktops die neuen Hoffnungsträger zu sein. Einige Hersteller wie Sony (Vaio Tap 21), HP (Envy Rove 20) oder Lenovo (Horizon) haben bereits dieses Jahr einzelne Modelle als Versuchsballons lanciert. Wie der taiwanische Branchennewsdienst 'Digitimes' aufgrund der Aussagen von Quellen aus der Zulieferkette berichtet, sollen nun alle grösseren Hersteller - ausser Apple - für nächstes Jahr deutlich umfangreichere Produktelinien vorbereiten. Diese basieren laut 'Digitimes' auf Designvorschlägen, die Intel an seinem Developer Forum gezeigt hat, und sind vor allem für Unterhaltungszwecke konzipiert.
Convertible All-in-Ones sind Desktop-PCs mit Touchscreen, bei denen CPU, Harddisk usw. im Bildschirm eingebaut sind, und die sich dank speziellen Klappmechanismen für die Ständer sowie eingebauten Batterien mit wenigen Handgriffen in sehr grosse Tablets umwandeln lassen. Die Bildschirmgrössen liegen zwischen 18- und 27-Zoll, wobei sich die Hersteller laut Digitimes für 2014 nehrheitlich auf 20- und 21-Zoll-Modelle konzentrieren.
Neue Desktop-Käufer?
Während bisherige All-in-Ones (AIOs) nur eine neue Form für Desktops waren, sollen die Convertibles auch neue Anwendungen ermöglichen. Heimanwender könnten sie beispielsweise für gemeinsame Spiele oder andere soziale Tätigkeiten verwenden.Dies bringt die Hoffnung mit sich, auch Desktop-Verweigerer, die sich bisher mit Notebook oder Tablet begnügten, zum Kauf eines zusätzlichen convertible AIOs berwegen zu können. Damit könnten Desktops zumindest im Consumerbereich erstmals seit vielen Jahren wieder neue - beziehungsweise verloren gegangene - Käuferschichten erobern. Dabei soll auch der Preis helfen. 'Digitimes' spekuliert, dass die Geräte dank fallender Preise für Touchscreen-Panels mehrheitlich unter 1000 Franken kosten könnten.
Android statt Windows?
Interessant ist allerdings auch ein Nebensatz in der 'Digitimes'-Meldung: Laut den Quellen sollen die neuen convertible AIOs mit Android ausgerüstet sein. Entsteht hier unverhofft eine weitere Konkurrenz für Microsofts Windows, diesmal in seinem traditionellsten Herrschaftsgebiet, dem Desktop? 'Digitimes' erwähnt allerdings nicht, ob Android mehrheitlich oder nur für einige wenige Modelle eingesetzt werden soll. Die bisher lancierten convertible AIOs laufen alle mit Windows 8. (Hans Jörg Maron)
(Foto: Ein Sony Vaio Tap 21)

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