Berater: "Jetzt Outsourcing-Veträge neu verhandeln"

2. Februar 2009, 13:55
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Schweizer Kunden sind angeblich "wechselwilliger" als deutsche Outsourcing-Kunden.

Schweizer Kunden sind angeblich "wechselwilliger" als deutsche Outsourcing-Kunden.
Der Outsourcing-Berater Active Sourcing rät, jetzt Outsourcing-Veträge nachzuverhandeln. Viele Kunden würden ihre Outsourcing-Verträge zu wenig gut kennen, und würden beispielsweise zu selten auf Preisreduktionen bei sinkenden Volumina (z.B. weniger zu betreuende Clients bei Stellenabbau) beharren, so Active-Sourcing-Chef Stefan Regniet in einem Interview mit sich selbst.
Die Preise für Infrastruktur-Dienstleistungen seien in den letzten Jahren "massiv" gesunken, was sich positiv auf Preisverhandlungen auswirke, so Regniet. Wer bei Auslaufen des Outsourcing-Vertrages nicht neu verhandle, laufe zudem Gefahr, vom Anbieter nicht mehr ernst genommen zu werden. Die laufende Preiserosion der letzten Jahre habe dazu geführt, dass Neukunden stets von tiereren Preisen profitierten als bestehende Kunden. Letztere könnten aber "in einer gefestigten Partnerschaft" durch Vertragsanpassungen von der Weitergabe von Produktivitätssteigerungen profitieren.
Der Outsourcing-Berater behauptet, Schweizer Outsourcing-Kunden seien auffallend "wechselfreudiger" als deutsche. In Deutschland würden nur vier bis fünf Prozent der Kunden bei Neuverhandlungen den Anbieter wechseln, während 35 Prozent der Schweizer Kunden "wechselwillig" seien.
Tatsächlich scheint der Preis-Druck auf Outsourcer gross zu sein. Diese versuchen, den Druck wiederum auf ihre Zulieferer, zum Beispiel externe Mitarbeiter (Contractors) weiterzugeben, wie das Beispiel von Swisscom eindrücklich zeigt. (Christoph Hugenschmidt)

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