Bericht: IBM Schweiz entlässt 300 Mitarbeitende

23. April 2021, 15:00
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Nun ist die erste Zahl zu den lang angekündigten Entlassungen aufgetaucht. IBM will sich nicht konkret äussern, dementiert aber auch nicht.

Rund 10'000 Stellen sollen bei IBM in Europa wegfallen, ganze 20% des Personalbestands von Big Blue auf dem Kontinent. Dies verkündete der Konzern im letzten Herbst, klar war auch, dass die Schweiz keine Ausnahme bilden wird. Nun ist erstmals eine Zahl aufgetaucht: 300 Mitarbeitende sollen entlassen werden, wie der 'Blick' berichtet, das entspräche 10% der hiesigen Belegschaft.
IMB bestätigte die Entlassungen gegenüber von 'Blick' nicht, dementierte diese aber auch nicht. Bis Redaktionsschluss konnte inside-channels.ch niemanden von IBM erreichen, der ein Statement dazu abgeben wollte. Auf frühere Nachfragen sandte der Konzern allgemein-nichtssagende Mitteilungen. So eine hat nun auch der 'Blick' erhalten: "Unsere Personalentscheidungen werden getroffen, um unsere Kunden auf ihrem Weg zur Einführung einer offenen Hybrid-Cloud-Plattform und KI-Fähigkeit bestmöglich zu unterstützen. Ausserdem reinvestieren wir in unser Geschäft", hiess es lediglich.
Bei einer Belegschaft von mindestens 300 Personen handelt es sich ab mindestens 30 Entlassungen um eine Massenentlassung, die bei der Personalvertretung sowie dem kantonalen Arbeitsamt gemeldet werden muss. Das Zürcher Amt, in dessen Bereich der IBM-Sitz in Altstetten fällt, kommentiert die Meldung nicht, anders in der Regel die Gewerkschaften. Nun zeigt sich Giorgio Pardini, Leiter des Sektors ICT bei Syndicom, überrascht von der Nachricht. Allerdings ist seine Gewerkschaft nicht die Arbeitnehmervertretung. Pardini erklärt gegenüber inside-channels.ch: "Wir wissen nicht, wer die Personalvertretung bei IBM ist, das Unternehmen zeigt sich sehr verschlossen." 

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