Berliner PSI kauft Schweizer Neplan

19. Oktober 2020, 14:44
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Die Software-Spezialisten für Energienetzplanung aus Küsnacht sind vom deutschen PSI-Konzern übernommen worden.

Um seine Position im Bereich Software für Energienetze auszubauen, hat PSI die Schweizer Neplan übernommen. Laut einer Mitteilung erhofft sich die Kleinfirma aus Küsnacht vom neuen Besitzer "kontinuierliches Wachstum".
Die Software aus Küsnacht adressiert die Planung, Analyse, Simulation, technische und wirtschaftliche Optimierung von Stromnetzen und den Verbundbereichen Gas, Wasser und Fernwärme. Dazu werde die Cloud-fähige Software in der Netzplanung und im Asset-Management angewendet.
Und gerade in diesem Bereich erwartet PSI-Konzern eine weiterhin wachsende Nachfrage, die vom "Netzausbau zur Integration erneuerbarer Energien, für die Elektromobilität und die Sektorkopplung" getrieben werde. Ausserdem will der Konzern künftig mit Neplan gemeinsam neue Algorithmen entwickeln für Stromleitsysteme, Gasleitsysteme und die Netzplanung. Zwischen Netzplanung, Field Force Management und dem Leitsystem könnten zahlreiche Verbindungen geschaffen werden, welche die Wartungskosten des Netzequipments durch einen erweiterten Planungshorizont sowie präzise Alterungsmodelle deutlich senken und die Verfügbarkeiten verbessern, heisst es weiter.
Zur Übernahmepreis wurden zwar keine Angaben gemacht. Aber PSI teilt mit, dass die "wirtschaftlichen Effekte aus der Übernahme, die über die Addition von Umsatz und Ergebnis hinausgehen, sich über mehrere Jahre entfalten" werden.
Neplan habe mit 17 Mitarbeitenden zuletzt einen Jahresumsatz von 3,8 Millionen Euro erzielt. An Stellenabbau ist offensichtlich nicht gedacht. Vielmehr verspricht der neue Besitzer, das Team aus Küsnacht und den Standort auch in seine Grossprojekte in der Schweiz einzubinden. PSI hat 2019 im Segment Energiemanagement mit 1030 Mitarbeitenden einen Umsatz 115,8 Millionen Euro erwirtschaftet . Zusammen mit dem Bereich Produktionsmanagement beschäftige der Konzern weltweit 2000 Mitarbeitende und wies im letzten Jahr insgesamt einen Umsatz von gut 225 Millionen Euro aus.

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