Bern prescht mit MINT-Klasse vor

19. August 2013, 12:29
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In Bern haben die ersten zwei MINT-Klassen mit je 17 SchülerInnen gestartet. Das sind die ersten ihrer Art.

In Bern haben die ersten zwei MINT-Klassen mit je 17 SchülerInnen gestartet. Das sind die ersten ihrer Art.
Was Luzern nicht hinkriegt.
"Das Projekt ist eine grosse Herrausforderung für die Schule", erklärt die Projektleiterin und Konrektorin der Schule Gabriela Leuenberger auf Anfrage von inside-it.ch. Das Projekt steht noch auf wackligen Beinen, Feinheiten müssen noch ausgearbeitet werden. Dazu gehören auch die Finanzen - daran scheiterte das Luzerner Projekt. Zurzeit bezahle der Kanton eine Klasse und einen Teil der Projektleitung, so Leuenberger. Genauere Zahlen könne sie noch nicht nennen.
"Think MINT. Denken in Netzwerken"
Der Unterricht soll praxis- und problemlösungsorientiert sein. Konkret werden in den zusätzlichen zwei Stunden verschiedene Projekte durchgeführt. Es sollen beispielsweise intelligente Maschinen gebaut werden, und die Kommunikation in der Natur genauer unter die Lupe genommen werden. Mit Fragestellungen wie "Wie erkenne ich die Mona Lisa?" soll auch der Bezug zur Realität beibehalten werden. Das diesjährliche Oberthema, das als roter Faden dienen soll, heisst "Think MINT. Denken in Netzwerken". Das Thema vom nächsten Jahr werde noch elaboriert.
Neben den zwei Lektionen pro Woche kommen noch zwei Wochen Praktikum hinzu. Das können die SchülerInnen entweder in der Forschung oder in einem Betrieb absolvieren. Ausserdem bietet das Gymnasium eine "Summerschool" an der EPFL in Lausanne an. Da dürfen die Jugendlichen eine Woche mit WissenschaftlerInnen vor Ort in verschiedenen Ateliers zusammenarbeiten.
Mehr Mädchen als Ziel
Die beiden MINT-Klassen in Bern sind ein Pilotprojekt, das zur kantonalen Förderung, der sogenannten "MINT-Offensive", gehört. Das Ziel der Schule ist es, dem Fachkräftemangel in technischen Berufen entgegen zu wirken und mehr Frauen in diese Berufe zu bringen. Laut Leuenberger sind sie auf einem guten Weg: von den 34 Schülern sind 13 Mädchen, und bei den Anmeldungen fürs nächste Jahr sei die Quote noch ausgeglichener. (Linda von Burg)

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