Bern testet selbstfahrenden Bus

14. März 2019, 15:17
  • innovation
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Auf dem Firmen­gelände der Stadt­berner Verkehrs­betriebe Bernmobil kurvt in diesen Tagen der erste selbstfahrende Bus des Unternehmens herum.

Auf dem Firmen­gelände der Stadt­berner Verkehrs­betriebe Bernmobil kurvt in diesen Tagen der erste selbstfahrende Bus des Unternehmens herum. Bald soll das Gefährt auf den Berner Strassen unterwegs sein, aber noch fehle dazu die Ausnahmebewilligung des Bundes. Diese sollte im Frühsommer eintreffen, wie Bernmobil-Direktor René Schmied vor den Medien sagte. Liege sie vor, will Bernmobil im Sommer zusammen mit den Projektpartnern Stadt Bern, Energie Wasser Bern und der Genossenschaft Migros Aare den Versuchsbetrieb mit einem selbstfahrenden Kleinbus auf der rund zwei Kilometer langen Strecke Bärenpark–Talstation Marzilibahn aufnehmen. Ziel sei es auch, das Gefährt in die bestehende Leitstelle von Bernmobil einzubinden.
Zum Einsatz kommt das Fahrzeug EZ 10 Gen2 des Herstellers Easy Mile mit dem Automatisierungsgrad Level 4. Das Fahrzeug fahre also weitgehend selbständig. Eine Begleitperson, die manuell eingreifen kann, sei aber stets im Fahrzeug. Sensoren scannen die Umgebung und lösen bei Bedarf einen Halt oder einen Notstopp aus.
Der Kleinbus weist gemäss Projektleiter Bernhard Riegel verschiedene redundante Sicherheitssysteme auf. So seien auch die Sensoren redundant vorhanden und würden somit eine maximale Sicherheit garantieren, schreibt Bernmobil. Das Fahrzeug biete acht Sitzplätze, fahre vollelektrisch und werde mit einer Geschwindigkeit von unter 20 Kilometern pro Stunde unterwegs sein. Ein Tempo, das der sprichwörtlichen Langsamkeit der Berner also durchaus entsprechen dürfte.
Der Berner Bus ist wasserscheu
In verschiedenen Schweizer Städten testen derzeit Verkehrsunternehmen selbstfahrende Fahrzeuge. Die Technik steckt noch in den Kinderschuhen und die Fahrzeuge haben noch mit Kinderkrankheiten kämpfen.
Bei einem Pilotversuch in der Walliser Kantonshauptstadt Sitten mussten die Winzer entlang der Strecke ihre Reben immer wieder zurückschneiden, weil das chauffeurlose Postauto vor wild wuchernden Rebentrieben zurückschreckte. Das Berner Fahrzeug hingegen scheint noch etwas wasserscheu zu sein, wie Schmied sagte. Etwas stärkeren Regen nehmen die Sensoren als Hindernis in der Fahrbahn wahr und das Gefährt stoppt. (kjo)

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