Bern will bis 2018 neue E-Government-Strategie haben

27. März 2017, 10:13
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Zwar hat der Kanton Bern eine E-Government-Strategie, doch die stammt aus dem Jahr 2002, setzt auf dezentrale Organisation und wird nicht gesamtstaatlich koordiniert.

Zwar hat der Kanton Bern eine E-Government-Strategie, doch die stammt aus dem Jahr 2002, setzt auf dezentrale Organisation und wird nicht gesamtstaatlich koordiniert. Das soll sich bis 2018 ändern, wie soeben der Grosse Rat beschlossen hat. In dem einstimmig angenommenen Beschluss soll.
Laut Regierungsrat wird bis voraussichtlich Ende 2018 eine E-Government-Strategie für den Kanton vorgelegt. Sie soll wie bisher pragmatisch ausgestaltet sein. Neu würden zudem ICT-Führungsstrukturen geschaffen, die "verstärkt eine zentrale, zielgerichtete und langfristig ausgerichtete Steuerung von strategischen Querschnittsthemen wie E-Government" erlauben.
Dazu übernehme die "bisher nicht festgelegte Querschnittsverantwortung für das E-Government in Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei das Amt für Informatik und Organisation (KAIO)". Das KAIO werde neu neben der ICT-Grundversorgung mit den Querschnittsfunktionen auch die Benutzerverwaltung, -identifikation und –authentifizierung übernehmen. Versprochen wird, dass "in Kürze die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen" sind, um die E-Government-Tätigkeiten der Verwaltung besser aufeinander abzustimmen.
Auch die in diesem Zusammenhang vom Kanton geforderte verstärkte Zusammenarbeit von Kantonsverwaltung und Gemeinden im Bereich des E-Government wird vom Regierungsrat unterstützt. Sie sei durchaus sinnvoll, setze jedoch das Interesse und Engagement der Gemeinden voraus. Ob das besteht und wie die Kooperation auszugestalten ist, ist aus der Sicht des Regierungsrates aber noch offen. Bis hierfür eine mögliche institutionalisierte Zusammenarbeit etabliert sei, könne man nur weiterhin am bisherigen Vorgehen der gezielten Kooperation mit einzelnen interessierten Gemeinden festhalten. (vri)

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