Berner Facebook-Sperre als Politikum

24. August 2010, 08:30
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Allfällige Sperren von Facebook und anderen Web-2.

Allfällige Sperren von Facebook und anderen Web-2.0-Seiten sind allenthalben in öffentlichen Verwaltungen und in Unternehmen ein Thema. Etwas ungewöhnlich ist allerdings, dass das Verlangen nach einer Sperrung, wie im Fall der Berner Kantonsverwaltung, von aussen kommt.
Eine Motion des BDP-Kantonsparlamentariers Lorenz Hess hat dort eine Sperrung von Facebook und ähnlichen Seiten in der Kantonsverwaltung zur Parlamentssache gemacht. Hess hat das Gefühl, dass die Kantonsangestellten beim "Networken" zuviel Datenverkehr verursachen: "Das Zugreifen und Verweilen auf Internet-Foren wie Facebook generiert ein immenses zusätzliches Datenvolumen."
Der Berner Regierungsrat allerdings verneint dies: Von Juni bis Dezember 2009 habe der Datenverkehr über Facebook nur rund 4 Prozent des Gesamtverkehrs ausgemacht. Die reine Netzwerkbelastung sei daher kein Grund für eine generelle Sperrung. Auch der Regierungsrat glaubt allerdings, dass die Benutzung von öffentlichen Web-2.0-Services am Arbeitsplatz nicht unproblematisch ist, vor allem wegen des Verlusts an Arbeitszeit. Er hat darum bereits die Finanzdirektion beauftragt, Vorschläge zum differenzierten Umgang mit "Missbrauch des Internets am Arbeitsplatz" zu machen. (hjm)

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