Berner Forscher entwickeln Roboter für OP an der Wirbelsäule

22. Dezember 2017, 12:43
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Forscher der Universität Bern, des Inselspitals und des Schweizer Zentrums für Elektronik und Mikrotechnologie entwickeln mit Partnern aus der Industrie einen Roboter für Operationen an der Wirbelsäule.

Forscher der Universität Bern, des Inselspitals und des Schweizer Zentrums für Elektronik und Mikrotechnologie entwickeln mit Partnern aus der Industrie einen Roboter für Operationen an der Wirbelsäule. Damit sollen die Eingriffe in Zukunft präziser und sicherer werden.
Die chirurgische Wirbelsäulenstabilisation sei eine der am häufigsten durchgeführten Rückenoperationen, und die Zahl der Eingriffe werde aufgrund der alternden Bevölkerung zunehmen, teilt die Universität Bern mit.
Fehlplatzierungen von Schrauben bei "nahezu null"
Bei diesen Operationen werden in mehrere Wirbelknochen Schrauben eingesetzt und später miteinander verbunden, um die Wirbelsäule wieder aufzurichten und zu stabilisieren. Heute können rund 15 Prozent der Schrauben nicht erfolgreich platziert werden, da die Wirbelsäule mit ihrem "unebenen Terrain" nicht einsehbar ist.
Wenn die Schraube nicht exakt in der Mitte des Wirbelsäulenknochens eingesetzt wird, bestehe die Gefahr, dass das spitze Ende aus dem Knochen hervorragt und umliegende Nerven oder Gewebeteile verletzt. Mit der neuen Technologie soll das Risiko einer Fehlplatzierung "auf nahezu null" sinken.
Hundertfach empfindlicher als Chirurgen-Hand
Die Operationsmethode basiert auf patentierten Sensortechnologien, die hundertfach empfindlicher sind als die Hand eines Chirurgen. Die Sensoren tasten die Wirbelsäule während der Operation ab und ermöglichen so, die Lage des Schraubbohrers optimal einzustellen. Integriert ist auch eine Art Frühwarnsystem, das die Verletzung von Nervenzellen verhindern soll.
Die Forscher gehen davon aus, dass der sensorgesteuerte Operationsroboter in Zukunft auch in anderen klinischen Bereichen eingesetzt werden könnte. Das Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds und der Kommission für Technologie und Innovation (Innosuisse) mit zwei Millionen Franken unterstützt. (sda/ts)

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