Berner Strassenverkehrsamt führt Tablets ein und spart Geld

13. Januar 2015, 10:39
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Tablets statt Papierkrieg: Das Berner Strassenverkehrsamt setzt bei den Fahrzeugprüfungen neu auf eine elektronische Lösung und spart so 2,5 Stellen ein.

Tablets statt Papierkrieg: Das Berner Strassenverkehrsamt setzt bei den Fahrzeugprüfungen neu auf eine elektronische Lösung und spart so 2,5 Stellen ein. Das gab Regierungsrat Hans-Jürg Käser am Dienstag vor den Medien bekannt. Seine Direktion könne mit Hilfe der Tablets Sparvorgaben erfüllen, obwohl die Zahl der zu prüfenden Fahrzeuge jährlich um 1 bis 2 Prozent zunehme, sagte Käser gemäss Communiqué. Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt (SVSA) prüft pro Arbeitstag 1000 Fahrzeuge. Zurzeit gibt es 761'900 Fahrzeuge mit BE-Schild.
Laut Hans-Rudolf Habegger vom Strassenverkehrsamt kommen im Kanton rund hundert Samsung-Geräte zum Einsatz. Auf den Tablets können die Experten nicht nur die Daten der Prüfung eintragen, sondern auch gleich die administrativen Folgearbeiten auslösen. Mit einem Knopfdruck werden die Daten in den Datenbanken des Bundes und des Kantons nachgetragen, der Versand der Rechnung ausgelöst und der Prüfentscheid elektronisch archiviert.
Für die Autofahrer bringe die Lösung ebenfalls Vorteile, betonte Käser. Sie müssen künftig nicht mehr beim Schalter Unterlagen abholen, sondern können direkt zur Prüfhalle fahren. Unverändert bleiben die Kosten von 60 Franken pro Auto.
Für die Einführung der Tablet-Lösung musste das SVSA nicht bei Null beginnen. Das Strassenverkehrsamt Thurgau hat eine entsprechende Applikation weitgehend entwickelt. Zusammen mit anderen Kantonen half Bern bei der Weiterentwicklung des Systems. Nach Thurgau und St. Gallen hat nun auch der Kanton Bern im Verkehrsprüfzentrum Bern die Tablets eingeführt. Bis Ende Februar 2015 sollen die Zentren Bützberg, Orpund und Thun folgen, danach die externen Prüfstellen in Bärau, Interlaken und Malleray.
Die Neuerung kostet den Kanton rund 480'000 Franken. Mit dem Geld wurde die Applikation beschafft und die rund 100 Verkehrsexperten geschult und mit Tablets ausgerüstet.
In einem nächsten Schritt will das Strassenverkehrsamt nun die Applikation gemeinsam mit anderen Kantonen weiter entwickeln und auf die Führerprüfungen ausbauen. Die Einführung sei frühestens 2016 vorgesehen, hiess es am Dienstag. (sda/mim)

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