Berufsfeld ICT unter der Lupe

24. September 2012 um 13:06
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177'000 Schweizer IT-Profis und was sie so treiben.

177'000 Schweizer IT-Profis und was sie so treiben.
Das Marktforschungsinstitut Econlab hat im Auftrag des Verbands ICT-Berufsbildung Schweiz nicht nur den zukünftigen Bedarf beziehungsweise Mangel an ICT-Fachkräften in der Schweiz abgeschätzt, sondern auch detaillierte Zahlen zur heutigen Struktur des Berufsfelds ICT zusammengetragen. Demgemäss verdienen gegenwärtig knapp 177'000 Personen, rund 4 Prozent aller Erwerbstätigen in der Schweiz, ihr Geld mit der Ausübung eines ICT-Berufs. Zusätzlich sind etwa 5000 Stellen unbesetzt.
Da ICT-Profis in sozusagen allen Branchen benötigt werden, verteilen sich auch die Arbeitsorte über die ganze Schweiz. Der grösste ICT-Ballungsraum ist aber der Kanton Zürich, wo knapp 7 Prozent der Beschäftigten einen ICT-Beruf ausüben. Dahinter folgen die Kantone Basel-Stadt (5,4 Prozent), Zug (5,3 Prozent), Genf (4,4 Prozent), Waadt (4,2 Prozent) und Bern (4.0 Prozent).
Hauptbeschäftigung Software
Rund ein Drittel aller ICT-Beschätigten hierzulande arbeiten als Softwareentwickler, Anwendungsentwickler oder Webentwickler. Dazu kommen weitere knapp 30 Prozent, die sich als IT-Generalisten, Systemanalytiker oder Datenbank- und Netzwerkspezialisten zumindest teilweise mit Software beschäftigen. Als Techniker im Betrieb von Infrastruktur oder in der Anwenderbertreuung arbeiten rund 11 Prozent, weitere 7 Prozent als Techniker im Telekombereich. Etwa jeder Achte (12 Prozent) ist eine ICT-Führungskraft.
Quereinsteiger und Abwanderer
Quereinsteiger, also ICT-Beschäftigte ohne eine formelle ICT-Ausbildung, dominieren weiterhin deutlich die Szene. Gegenwärtig stehen den rund 72'000 Beschäftigten, die auch eine ICT-Ausbildung abgeschlossen haben, rund 105'000 Quereinsteiger gegenüber. Zwar gäbe es hierzulande 114'000 Menschen mit einer ICT-Qualifikation, aber 42'000, also mehr als jeder Dritte, arbeitet mittlerweile in einem anderen Berufsfeld.
Die Branche der Anbieter von Software, Hardware und ICT-Dienstleistungen ist auch der grösste Arbeitgeber für ICT-Profis. Rund 23 Prozent davon arbeiten im Bereich IT-Dienstleistungen, 4 Prozent in der Telekommunikation und 3 Prozent im Bereich IT-Hardware.
Hinter der ICT-Branche ist die Finanzbranche (9 Prozent) der zweitgrösste ICT-Arbeitgeber, gefolgt vom Grosshandel (6 Prozent), Beratern (6 Prozent), Öffentlicher Verwaltung, Armee und Sozialversicherungen (5 Prozent) sowie Erziehung und Unterricht (3 Prozent). (Hans Jörg Maron)

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