Beschäftigte von Uber Eats in Genf erhalten Arbeitsverträge

1. September 2020 um 15:38
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In Genf wurde Uber Eats vom Verwaltungsgericht als Personalverleiher eingestuft. Die Gewerkschaft will die Verträge prüfen.

Das Verwaltungsgericht Genf hat mit einem Urteil im Juni Uber Eats als Personalverleiher bewertet. Das Unternehmen brauche eine Bewilligung und müsse die Fahrer ordentlich anstellen, so der Entscheid. Nun teilt die Gewerkschaft Syndicom mit, dass die Beschäftigten Arbeitsverträge erhalten. Die Verträge werden laut der Mitteilung über einen Dritten ausgestellt.
Es gebe durchaus noch Fragezeichen, so die Gewerkschaft. Uber stelle die Leute über eine andere Firma ein. Inwiefern Uber nun Verantwortung wahrnehme und ob die Arbeitsverträge fair seien, wolle Syndicom noch prüfen. Dass die Firma jetzt Anpassungen vornehme und sich nicht aufgrund der Schwierigkeiten aus dem Schweizer Markt zurückziehe, zeige, dass das Entwicklungspotenzial als hoch eingeschätzt werde.
Der ICT-Anbieterverband Swico kritisierte das Urteil in Genf. "Einmal mehr wurden damit überholte Schemata auf neue Arbeitsmodelle angewandt, statt der veränderten Arbeitswelt Rechnung zu tragen," hiess es im Juni seitens Swico. 
Laut der Gewerkschaft sei der Schritt ein wichtiges Zeichen. "Die Regeln gelten auch für internationale Tech-Giganten", heisst es in der Mitteilung. 

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