Beschaffungsstreit: Wittenbach muss Zahlen zeigen

1. September 2016, 15:23
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Der St.

Der St. Galler Business-Software-Hersteller Abacus erringt einen weiteren Etappensieg im epischen Streit um die Beschaffung von Gemeindesoftware. Der St. Galler Regierungsrat hat nämlich diese Woche entschieden, dass die Gemeinde Wittenbach offenlegen muss, wieviel sie für die heute eingesetzte Lösung des Abacus-Konkurrenten VRSG bezahlt. Wittenbach muss Abacus "die Kontoblätter der Jahre 2009 bis und mit 2014, aus welchen die Leistungen an die Verwaltungsrechenzentrum AG St. Gallen (VRSG) für den genannten Zeitraum hervorgehen" zustellen, so der Entscheid des Regierungsrats.
Nach dem Öffentlichkeitsprinzip müssen Behörden (auch im Kanton St. Gallen) Daten, die nicht aus bestimmten Gründen geheim sind, auf Anfrage zur Verfügung stellen. Dass die Kosten von Software und IT-Dienstleitungen unter das Öffentlichkeitsprinzip fallen, liegt auf der Hand. Wittenbach, wo Abacus notabene der grösste Arbeitgeber ist, hat das Gesuch von Abacus abgelehnt, der Softwarehersteller hat dagegen beim Regierungsrat Beschwerde eingelegt.
(Interessenbindung: Abacus ist ein wichtiger Sponsor unseres Verlags. Den Entscheid des St. Galler Regierungsrats hat das aber wohl nicht beeinflusst...)

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