Beschwerde gegen Bund: Das sind die Kläger

25. Mai 2009 um 14:16
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Der börsenkotierte US-Linux-Distributor Red Hat gehört nach eigenen Angaben zu den Klägern, die vergangenen Mittwoch beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde gegen einen Beschaffungsentscheid des Bunds eingereicht haben.

Der börsenkotierte US-Linux-Distributor Red Hat gehört nach eigenen Angaben zu den Klägern, die vergangenen Mittwoch beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde gegen einen Beschaffungsentscheid des Bunds eingereicht haben. Die Kläger monieren, dass der Auftrag für Software-Lizenzen für die Desktops des Bundes vom Bundesamt für Bauten und Logistik, BBL, ohne Ausschreibung an Microsoft vergeben worden ist.
Gemäss einem Blog-Beitrag des "Legal Teams" von Red Hat beteiligten sich neben dem Linux-Distributor noch 17 weitere Firmen, allesamt KMU aus der Schweiz und Deutschland, an der Beschwerde.
Dass das BBL den Kauf der Software-Lizenzen für den standardisierten elektronischen Arbeitsplatz ohne Ausschreibung an Microsoft vergab, hat in den letzten Wochen für viel Aufsehen gesorgt. Der mit Spannung erwartete Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts wird allerdings am Resultat der Ausschreibung wenig ändern. Denn der Bund hat sich für einen standardisierten Computer-Arbeitsplatz entschieden, der auf Microsoft-Software aufbaut. Also wird er die Lizenzen für die Microsoft-Software verlängern müssen. Ausschreibung hin oder her. (hc)

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