Bestätigt: HP legt die PC- und Druckersparten zusammen

21. März 2012, 13:03
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Die neue HP-Chefin Meg Whitman will, wie einst ihre Amtsvorgängerin Carly Fiorina, den Druckerbereich in die PC-Sparte integrieren. Es entsteht die Printing and Personal Systems Group.

Die neue HP-Chefin Meg Whitman will, wie einst ihre Amtsvorgängerin Carly Fiorina, den Druckerbereich in die PC-Sparte integrieren. Es entsteht die Printing and Personal Systems Group.
Statt sich wie unter Léo Apotheker vom PC-Geschäft völlig zu trennen, plant die neue HP-Chefin Meg Whitman zur Verschlankung der Konzernstruktur, die Druckersparte in die Personal Systems Group (PSG) zu integrieren. Das haben zunächst 'Bloomberg' und der zum 'Wall Street Journal' gehörende Blog 'All Things Digital' berichtet. Mittlerweile hat HP die Pläne offiziell bestätigt. Demnach soll Drucker-Chef Vyomesh Joshi nach 31 Jahren bei HP das Unternehmen verlassen und sein PC-Kollege Todd Bradley somit die neue Supersparte mit einem Konzernumsatz von zuletzt 65 Milliarden Dollar leiten.
Aus der Imaging and Printing Group (IPG) und der Personal Systems Group (PSG) soll die Printing and Personal Systems Group werden. HP verspricht sich dadurch Verbesserungen beim Go-to-Market, bei der Marken-Strategie, in der Lieferkette sowie beim Kundensupport.
Darüber hinaus hat HP weitere Änderungen bekannt gegeben. So soll der Bereich Global Accounts Sales in die HP Enterprise Group integriert werden. Diese neue Gruppe kümmert sich um Enterprise Servers, Storage, Networking und Technology Services (ESSN). Sie wird von David Donatelli geleitet, der bislang Chef des Bereichs ESSN war. Der bisher für den globalen Verkauf zuständige Jan Zadak soll eine neue, noch nicht definierte Funktion übernehmen.
Weiter sollen unter Chief Marketing Officer Marty Homlish die Marketingfunktionen über alle Business Units vereint werden. Die Angestellten der Kommunikationsabteilung sollen ebenfalls stärker zusammenarbeiten, unter der Leitung von Chief Communications Officer Henry Gomez. Der IT-Konzern spricht von der Kraft von "One HP". Eine letzte Massnahme ist die Verschiebung der Funktion Global Real Estate von der Finanzabteilung in den Bereich Global Technology and Business Processes.
Nicht der erste Versuch
Ob der Plan, die beiden zum Teil recht unterschiedlichen Sparten zusammenzulegen, aufgeht, wird sich erst noch zeigen. Der im Vorjahr vom deutschen Ex-SAP-Chef Apotheker verfolgte Plan, die PSG mit einem Jahresumsatz von 40 Milliarden Dollar abzustossen, dass sie am PC-Geschäft festhalten will.
Gewisse Aktionäre der alten Schule könnten, wie einst unter der früheren Chefin Carly Fiorina, gegen einen Zusammenschluss der beiden Bereiche votieren. Fiorina hatte die beiden Sparten bereits Anfang 2005 vereint. (kh/mim)

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