Betrugsvorwürfe: Kontron muss 34 Millionen Euro zurückstellen

12. Juli 2010, 09:16
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Der deutsche Industriecomputer-Hersteller Kontron, der unter anderem im solothurnischen Luterbach ein Kompetenz-Zentrum betreibt, muss rund 34 Millionen Euro wegen eines mutmasslichen Betrugsfalls zurückstellen.

Der deutsche Industriecomputer-Hersteller Kontron, der unter anderem im solothurnischen Luterbach ein Kompetenz-Zentrum betreibt, muss rund 34 Millionen Euro wegen eines mutmasslichen Betrugsfalls zurückstellen. Wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heisst, sehe man sich zu dieser Massnahme gezwungen, nachdem Bankgarantien "nicht innerhalb der vereinbarten Frist bis (vergangenen) Freitag vorgelegt werden konnten".
Bei den Schuldnern handle es sich um Kunden der Niederlassung in Malaysia im Electronic-Manufacturing-Service-Geschäft. Die Geschäftsbeziehungen würden teilweise seit 2007 bestehen und Zahlungsverpflichtungen seien bisher stets erfüllt worden. Erste Recherchen im aktuellen Fall hätten nun aber ergeben, "dass Kunden, Subunternehmer und Management offensichtlich betrügerisch zu Lasten von Kontron zusammengewirkt haben", heisst es weiter in der Mitteilung. Man habe deshalb eine der "weltweit führenden Anwaltskanzleien engagiert", die gegen die Schuldner und das lokale Management zivil- und strafrechtliche Massnahmen einleiten werde.
Nach Bekanntwerden der Rückstellungen sind die Kontron-Aktien zeitweilig über 16 Prozent eingebrochen. (bt)

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