Bezahlapp-Anbieter Mogli ist nun Halter einer Fintech-Lizenz

29. April 2021, 15:42
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Als drittes Startup erhält das Zuger Fintech die Lizenz der Finma.

Das Zuger Startup Mogli wird in einen exklusiven Kreis aufgenommen: Der Anbieter einer Bezahlapp erhält die Fintech-Lizenz, wie 'Finews' mit Verweis auf eine Mitteilung berichtet. Mogli ist laut Finma nach Yapael und Klarpay der erst dritte Halter einer solchen Lizenz.
Erst auf Anfang 2019 setzte der Bundesrat die Bestimmungen für die neue Lizenz in Kraft. Sie ermöglicht die gewerbsmässige Entgegennahme von Publikumseinlagen bis zu 100 Millionen Franken. Im März 2020 erhielt das Zürcher Startup Yapeal die erste Fintech-Lizenz, im April 2021 folgte Klarpay. Nun folgt bereits die nächste Vergabe. Wie begehrt die Lizenz ist, will man seitens Finma auf Anfrage nicht sagen, es lägen aber "weitere Bewilligungsgesuche auf dem Tisch".
Noch wird die Beta-Version der Mogli-App in einem geschlossenen Kreis von Familie, Freunden und Fans getestet, dem man nur auf Einladung beitreten kann. Dies ist der Website des Anbieters zu entnehmen. Dort heisst es auch, dass die App im zweiten Quartal 2021 live gehen soll. Angeboten werden soll auch eine White-Label-Lösung für Firmen, die eine Bezahlapp unter eigener Marke einsetzen wollen.
"Wir sammeln die Kundendaten für den Händler, so dass er seine Marketingkampagnen effizient anpassen und sich auf die spezifischen Bedürfnisse jedes einzelnen Kundensegments konzentrieren kann. Es ist auch ein perfektes 'Up-Selling'-Tool für jeden Händler", wirbt Mogli. Zudem sollen die Firmenkunden – Läden und Webshops – deutlich weniger Gebühren bezahlen als bei Kreditkarten.
Die Kundengelder bewahre Mogli im Girokonto bei der Schweizerischen Nationalbank auf. Nach eigenen Angaben erreich Mogli nach 5 Jahren Aufbauarbeit bereits 1 Million Retailkunden, schreibt 'Finews'.

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