BI: Ad-hoc-Abfragen werden wichtiger

22. September 2011, 13:07
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IT-Dauerbrenner Business Intelligence gewinnt weiter an Relevanz. Neue Konzepte wie In-Memory und Realtime-Anwendungen kommen erstaunlich gut an.

IT-Dauerbrenner Business Intelligence gewinnt weiter an Relevanz. Neue Konzepte wie In-Memory und Realtime-Anwendungen kommen erstaunlich gut an.
Das Thema Business Intelligence ist ein Dauerbrenner. Dies sagen nicht nur die gescheiten Analysten aus dem Hause Gartner, sondern auch die 304 IT-Verantwortlichen und Controller aus der Schweiz, die an der jüngsten Umfrage von RAAD Research zum Thema BI teilgenommen haben.
Für knapp die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer, die in der grossen Mehrheit aus Firmen mit mehr als 200 Mitarbeitenden kommen, hat das Thema Business Intelligence eine hohe oder sehr hohe Relevanz. Und nur 13 Prozent, die meisten von ihnen gemäss RAAD aus kleinen Unternehmen, finden BI unwichtig.
BI ohne Strategie
Bezeichnend ist, dass Controller, die die Hälfte der Antworten zur Umfrage beisteuerten, dem Thema BI in der Regel mehr Bedeutung zumessen als die Leute aus der IT. Die Informatik scheint das Thema BI mit all seinen Facetten also immer noch zu unterschätzen.
Passend dazu die Feststellung von RAAD, dass sehr viele, nämlich 35 Prozent der Schweizer Unternehmen, offenbar keine ausformulierte BI-Strategie haben. Unter dieser grossen Minderheit befinden sich auch Unternehmen, deren CIOs und Controller angegeben hatten, BI habe für sie eine grosse Relevanz.
Wunsche nach Ad-hoc-Reporting
Unter dem Begriff BI wird ein ganzes Sammelsurium von Anwendungen subsumiert. In der Praxis am weitesten verbreitet ist Reporting, also das regelmässige Abliefern von Kennzahlen zur Steuerung des Tagesgeschäfts (operatives Reporting) und für die strategische Planung.
Fast alle (90 Prozent) der befragten Controller und ITler setzen auf Standard-Software für das Reporting. Immerhin schon bei zwei Dritteln (68 Prozent) der Schweizer Unternehmen gibt es Ad-hoc-Reporting, also die Erstellung von Berichten und Analysen "auf Knopfdruck". Der Bedarf an ausgewerteten Geschäftszahlen, die man spontan anfordern kann, steigt, wie RAAD feststellt. 61 Prozent der Schweizer CIOs und Controller glauben, dass das Thema Ad-hoc-Reporting in den nächsten zwei Jahren in den BI-Projekten eine wichtige Rolle spielen wird (siehe Grafik).
In-Memory und Realtime-Anwendungen gewinnen an Fahrt
Ein Drittel der befragten Profis glauben, dass das Thema Realtime-Anwendungen, bei denen die Auswertungen, Analysen und Simulationen auf Echtzeit-Daten beruhen, in den nächsten zwei Jahren wichtig oder sehr wichtig sein werden. Wiederum typisch ist, dass Controller das Thema eher als wichtig einschätzen als CIOs.
Der deutsche Software-Hersteller SAP ist zwar nicht der erste, wohl aber der lauteste Anbieter, der "In-Memory-Computing" propagiert.
Die In-Memory-Technologie kennen aber noch lange nicht alle in der Schweiz. 29 Prozent der Befragten kennen den Begriff nicht, 24 Prozent kennen zwar das Wort, haben aber keine Einschätzung und 13 Prozent trauen der Technologie nur "geringes Potenzial" zu. Aber immerhin schon ein Drittel der Schweizer Controller und IT-Leiter glauben, die In-Memory-Technologie haben ein "hohes" oder ein "mittleres" Potential. (Christoph Hugenschmidt)
Die Studie kostet 299 Euro für Einzelpersonen und 799 Euro für Firmen. Mehr Infos gibt es online.

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