BI: SAS und Microsoft profitieren von Übernahmewelle

30. Juli 2008, 15:34
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SAS und Microsoft legen im rasch wachsenden Markt für Business-Intelligence-Software zu, während Business Objects, Cognos und Oracle (Hyperion) ganz leicht Marktanteile verloren. SAP-Tochter Business Objects führt aber weiterhin mit Abstand.

SAS und Microsoft legen im rasch wachsenden Markt für Business-Intelligence-Software zu, während Business Objects, Cognos und Oracle (Hyperion) ganz leicht Marktanteile verloren. SAP-Tochter Business Objects führt aber weiterhin mit Abstand.
Die jüngste Konsolidierungswelle im Markt für Software, mit der man Geschäftsvorgänge und -Daten analysieren und darstellen kann (Schlagwort 'BI' oder 'Business Intelligence'), hinterlässt leichte Spuren. So konnten die drei übernommenen BI-Spezialisten Business Objects (ging an SAP) das rasante Wachstum des Marktes gemäss neuen Zahlen des Marktforschers IDC nicht ganz halten.
IDC unterteilt den Markt in einfache Werkzeuge für Abfrage, Reporting und Analyse sowie in komplexe Analyse-Tools, wie man sie etwa in der Betrugsbekämpfung bei Kreditkartenunternehmen benützt. In ersterem Segment führt Business Objects vor Cognos, Oracle, Microsoft und SAS, das letztere, kleinere dominiert SAS vor dem Statistikspezialisten SPSS, Visual Numerics, Microsoft und Teradata. Insgesamt ist der BI-Markt weltweit gut sieben Milliarden Dollar schwer. Er wuchs von 2006 auf 2007 um gesunde 12,1 Prozent. Die starke Nachfrage wird anhalten: IDC rechnet mit einem Umsatzwachstum von weiterhin zehn bis zwölf Prozent.
Die wichtigsten BI-Hersteller 2007
Einfache Werkzeuge für Abfragen, Reporting und Analyse:
(Zahlen in Klammern bedeuten den Umsatz in Millionen Dollar / Marktanteil in Prozent)

  1. Business Objects (Umsatz: 1'001 Mio Dollar / 17,6 %)
  2. SAS (352 Mio. Dollar / 5,9 %)

Rest: 2'520 Mio. Dollar / 44,4 %
Komplexe Analyse-Software:
  1. SAS (440 Mio. Dollar / 31,9 %)
  2. Teradata (20,3 / 1,5 %)

Rest: 645 Mio. Dollar / 46,8 %
Zu berücksichtigen ist, dass IDC bei den BI-Umsätzen von Microsoft das immer noch am weitesten verbreiteste BI-Tool, nämlich Excel nicht mitzählt und auch die Umsätze von Microsoft mit PerformancePoint nicht berücksichtigt. Microsoft hat es also offenbar geschafft, sich mit den BI-Funktionalitäten der Datenbank SQL Server einen Platz in der BI-Welt zu erobern. (hc)

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