Biel soll "Herz und Hirn" der Innovation werden

5. Juni 2015, 16:13
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Der Schweizerische Innovationspark umfasst zum Start auch den Standort Biel.

Der Schweizerische Innovationspark umfasst zum Start auch den Standort Biel. Die Ostschweiz geht leer aus.
Der Bundesrat hat die ergänzte Startkonfiguration für den Schweizerischen Innovationspark bekannt gegeben. Dieser ist um den Standort "SIP Biel/Bienne" ergänzt worden. Neben dem Bieler Standort umfasst er die Netzwerkstandorte in der Nordwestschweiz und im Aargau sowie die beiden Hub-Standorte im Umfeld der beiden Hochschulen ETH und EPFL.
Im März 2015 hat der Bundesrat die ursprüngliche Startkonfiguration aus zwei Hub- und vorerst zwei Netzwerkstandorten gutgeheissen. Parallel führte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF ein Nachverfahren durch, ob bis zum Start 2016 allenfalls noch weitere Netzwerkstandorte hinzukommen. Mehrere Bewerbungen wurden dafür evaluiert.
Kein Standort in der Ostschweiz
Wie das 'Liechtensteiner Volksblatt' berichtet, gab es weitere Bewerbungen aus den Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserhoden und Innerhoden sowie dem Fürstentum Liechtenstein. Mit deren Ablehnung wird der Schweizer Innovationspark ohne einen Ostschweizer Beitrag starten. Der Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes St. Gallen, Benedikt Würth, ist "über den Entscheid des Bundesrats sehr enttäuscht. Unseres Erachtens wurde hier eine grosse Chance vertan, den Werkplatz Schweiz mit dem Ostschweizer Industrieschwerpunkt nachhaltig zu stärken", wird er in einer Mitteilung des Kantons zitiert.
Die Stadt Biel zeigt sich "hocherfreut" über den Entscheid des Bundesrats. In den kommenden drei Jahren soll nun direkt gegenüber des künftigen "Campus Biel/Bienne" der Berner Fachhochschule BFH die erste Ausbauetappe des SIP mit einer Nutzfläche von rund 14'000 Quadratmetern realisiert werden, so eine Medienmitteilung. Entstehen soll ein urbanes Quartier, das der Lehre und Forschung sowie deren Verbindung mit der Wirtschaft gewidmet ist. "Biel soll so das Herz und das Hirn der industriellen Innovation der Schweiz werden und damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Konkurrenzfähigkeit auf den Weltmärkten leisten", so Stadtpräsident Erich Fehr in der Mitteilung. (kjo)
Bild Startseite: Plan des Flugplatzes Dübendorf, der dem Hub-Standort Zürich weichen wird.

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