"Big Bang" bei UBS

3. Februar 2005, 17:56
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UBS migrierte Kernapplikationen von Unisys auf IBM-Server

UBS migrierte Kernapplikationen von Unisys auf IBM-Server
Wie die Zürcher IT-Wochenzeitung 'Computerworld' morgen auf der Titelseite berichtet, steht eines der grössten Schweizer IT-Projekte der letzten Jahre kurz vor dem Abschluss. Es geht um die Migration der UBS-Kernapplikationen von Unisys 'Clearpath' Mainframes auf IBM z-Server (S/390). Die Unisys Monsterrechner wurden im vergangenen Dezember definitiv abgestellt. 'Computerworld' mutmasst, die Gesamtkosten des Projektes hätten gegen zwei Milliarden Franken betragen - wohlgemerkt ohne dass die Kernbankenapplikationen neu entwickelt worden wären. Allerdings hat UBS im Rahmen des Projektes eine ganze Reihe von SAP-Applikationen implementiert und ein Data-Warehouse gebaut.
Am Rande des Weissbuch-Seminars heute in Zürich gab der "Big Bang" bei UBS einiges zu reden. So erzählte uns ein - aus gutem Grund ungenannt bleiben wollender - Insider, eine interessante und auch glaubwürdige Story: Mit ein Grund für die hohen Kosten des Migrationsprojektes sei es gewesen, dass man den alten Cobol-Code der grossen Banking-Applikationen teilweise maschinell in neuen, für die Z-Server geeigneten Code, übertragen habe. Dies habe dazu geführt, dass UBS bei IBM das dreifache (!) der ursprünglichen geplanten Rechenleistung einkaufen musste.
Verglichen zum kaum zu leistenden Aufwand, eine neue Kernbanken-Lösung für ein riesiges Haus wie UBS zu bauen, dürften die zusätzlichen MIPS (eine Masseinheit für Rechnerleistung) für die UBS unter dem Strich verkraftbar gewesen sein. (Christoph Hugenschmidt)

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