Big Business Open Source

6. August 2009, 12:22
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Milliardengeschäft: Umsätze mit Open-Source-Produkten und -Dienstleistungen wachsen rasant und sollen bis 2013 weltweit auf über acht Milliarden Dollar pro Jahr steigen.

Milliardengeschäft: Umsätze mit Open-Source-Produkten und -Dienstleistungen wachsen rasant und sollen bis 2013 weltweit auf über acht Milliarden Dollar pro Jahr erreichen.
Wer sich Open-Source-Spezialisten einzig als langhaarige Liebhaber von Pizza und Coca Cola im bedruckten T-Shirt vorstellen kann, irrt. Immer öfter trifft man im Open-Source-Geschäft auf Herren in Anzug und Krawatte. Denn Informatik-Konzerne wie IBM, Hewlett-Packard, Sun, Dell, Oracle und Microsoft (!) haben das Open-Source-Geschäft für sich entdeckt.
Der US-Marktforscher IDC meldet nun, er habe bisher den Open-Source-Markt massiv unterschätzt. Die Akzeptanz von quelloffenen Programmen sei in den letzten 12 Monaten schneller gestiegen als erwartet, ein Effekt, der durch die Krise noch verstärkt worden sei, so IDC.
Jährlich wachsen die Umsätze, die kleine und grosse Dienstleister sowie Hardware-Hersteller mit Open-Source-Produkten erzielen, um fast 23 Prozent, orakelt IDC. 2013 soll der Open-Source-Markt dann ein Volumen von 8,1 Milliarden Dollar erreichen. In diesem Milliarden-Business werden hybride Vertriebs-Modelle immer wichtiger. So verwenden konventionelle Software-Anbieter immer öfter auch Open-Source-Komponenten. Auch werden online bezogene Programme (Software-as-a-Service) vermehrt mit solchen lokal betriebenen kombiniert.
Dass grosse Anbieter wie IBM, Sun, Dell und Oracle vermehrt Services und Support rund um Open-Source-Software verkaufen, habe ihr zu mehr Akzeptanz im Mainstream verholfen, schreibt IDC.
Spannend wird das Schicksal der beliebten Open-Source-Datenbank mySQL sein, die wegen der Übernahme von Sun Microsystems demnächst zum Reich des Datenbank-Krösus Oracle gehören wird. (hc)

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