Big Data ist in der Schweiz kein Hype mehr

18. Juni 2014, 09:49
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Ein realer Wachstumsmarkt: Grössere Schweizer Unternehmen investieren in Big-Data-Technologien.

Ein realer Wachstumsmarkt: Grössere Schweizer Unternehmen investieren in Big-Data-Technologien.
Der Schaffhauser Marktforscher MSM Research hat sich dem Thema Big Data gewidmet und eine Umfrage bei Schweizer Unternehmen durchgeführt. Mittelgrosse und grosse Firmen wurden zum Stand der Dinge im ICT-Markt mit Fokus auf das Thema Big Data befragt. Befragt wurden 65 ICT-Verantwortliche zu qualitativen Themen sowie weitere 300 zu den ICT-Ausgaben und Budgets.
Das Fazit der Studie: Big Data hat den Hypestatus definitiv abgelegt und entwickelt sich zum realen Wachstumsmarkt. Wie die Studie unter anderem aufzeigt, sind von Schweizer Unternehmen im laufenden Jahr Big-Data-Projekte in der Höhe von rund 150 Millionen Franken geplant. Verglichen mit anderen ICT-Marktsegmenten bleibt das Thema damit noch klein, doch die Tendenz zeigt nach oben.
Für rund 35 Prozent der befragten Unternehmen zählt Big Data bereits heute zu den wichtigen Themen, oder wird es noch im laufenden Jahr werden. Als reines Hypethema betrachten es nur noch rund 10 Prozent der befragten Unternehmen. Allerdings: Big Data ist vor allem für mittelgrosse und grosse Firmen ein Thema, für KMU hingegen ist ein Einstieg oft zu komplex und der zu erwartende Nutzen nicht gegeben oder nicht klar ersichtlich.
Jene Firmen, die sich für Investitionen in Big-Data-Technologien entscheiden, erwarten in erster Linie neue Möglichkeiten einer umfassenden Datenanalyse und raschen Informationsgewinnung. Aber auch die Fähigkeit, den laufend zunehmenden Datenberg gezielt und systematisch zu managen sowie die Ansprüche an eine höhere Aktualität der Daten und Informationen gehören zu den Toperwartungen.
Bei der Wahl des IT-Dienstleisters legen sich die Firmen nicht fest: Am liebsten führen sie Projekte mit den angestammten Systemintegratoren durch. (mim)

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