Bis 2014: SBB rüsten Züge mit schnellem Internet auf

19. Mai 2011, 13:48
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Kapazität der rollenden Hotspots soll massiv ausgebaut werden.

Kapazität der rollenden Hotspots soll massiv ausgebaut werden.
Die Schweizerischen Bundesbahnen forcieren den Ausbau der Mobilfunkversorgung in Zügen. Bis 2014 soll die gesamte klimatisierte Fernverkehrsflotte mit Repeatern des Mobilfunkstandards 3G/UMTS ausgerüstet sein. Prototypen von EC-, ICN- und IC-2000-Wagen sind bereits unterwegs, heisst es in einem Bericht der 'SBB-Zeitung'. Ende 2014 sollen dann insgesamt 1035 Wagen und über fünfzig ganze Züge mit Technik für mehr Bandbreite, schnellere Verbindungen und mit Steckdosen ausgerüstet sein.
Bereits heute sind viele Zugwagen mit Repeatern ausgerüstet, die die Mobilfunk- und WLAN-Signale im Zug verteilen und gleichzeitig mit der "Aussenwelt" verbinden. Allerdings handelt es sich dabei um veraltete Geräte, die zum Teil nur den alten Standard 2G/GSM unterstützen und nur eine geringe Zahl an gleichzeitigen Gesprächen handeln können. Zugpassagiere würden heute aber nicht mehr nur telefonieren wollen, sondern die Wagen auch als rollendes Büro und mobiles Internetcafé nutzen, heisst es im Bericht weiter. Diesem Bedürfnis wolle die SBB nun mit der technischen Aufrüstung entsprechen. Von der Aufrüstung profitieren soll vorerst der Fernverkehr. Neben der Aufrüstung der bestehenden Flotte werden auch die 59 bei Bombardier bestellten Doppelstock-Fernverkehrskompositionen, die ab 2013 ausgeliefert werden, bereits ab Werk mit Repeatern für WLAN und Mobiltelefonie ausgerüstet sein, wie ein SBB-Sprecher gegenüber inside-it.ch erklärt. In Regional- und S-Bahn-Zügen sind Repeater hingegen weniger ein Thema. Immerhin: In Abklärung befinde sich die Ausrüstung für die neuen Regio-Doppelstöcker von Stadler Rail.
Finanziell halten sich die Kosten für die SBB in Grenzen. Diese beschränken sich grösstenteils auf die entstehenden Kosten für die Werkstattarbeiten beim Einbau der Geräte. Der Löwenanteil der Kosten teilen sich die Mobilfunkanbieter Swisscom, Sunrise und Orange, die sich für die Versorgung in Zügen in einem Konsortium vereinigt haben.
Die Herausforderung für den unterbrechungsfreien Empfang in Zügen liegt jedoch ganz woanders, wie Senior-Projektleiter Markus Förster vom Flottenmanagement Fernverkehr der SBB sagt: "Die beste technische Ausrüstung im Zug nützt nichts, wenn die Abdeckung und die Bandbreite entlang der Bahnstrecken und in den Tunnels nicht genügen." (Thomas Brühwiler)

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