Bison-Entlassungen sorgen für Unmut

16. Dezember 2014, 13:17
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Nach der Übernahme durch Fenaco hat Bison mehrere Personen entlassen. Der neue CEO soll ein Verkauf einzelner Bereiche prüfen.

Nach der Übernahme durch Fenaco hat Bison mehrere Personen entlassen. Der neue CEO soll ein Verkauf einzelner Bereiche prüfen.
Vor einigen Wochen knallte es bei Bison für Schlagzeilen. Doch dabei blieb es nicht. Wie die 'Neue Luzerner Zeitung' heute schreibt, wurden unterdessen weitere Kündigungen ausgesprochen. Und es sollen noch mehr Jobs wegfallen. Dass das Unternehmen die Entlassungen nicht offen kommuniziert habe, sorge intern für Aufregung, sagt ein Betroffener der Zeitung.
Der neue Bison-CEO Michael Buser habe "fast alle Bereiche" auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft, schreibt die Zeitung. Dabei seien auch einige der gesamthaft rund 370 Angestellten entlassen worden. Der vom Abbau betroffene ehemalige Bison-Mitarbeiter sagte der 'NLZ', dass Ende November mindestens 20 Kündigungen ausgesprochen wurden. Fenaco spricht allerdings nur von einem "gewissen Stellenabbau", der sich "zur wirtschaftlichen Gesundung der Bison Schweiz AG nicht vermeiden" liesse. Man gehe ausserdem davon aus, dass es zu weiteren Stellenstreichungen kommen werde.
Der Betroffene sagte der 'NLZ', die Kündigungen würden insbesondere Drittmarktprojekte sowie den Produktbereich Business Intelligence und das Marketing betreffen. Auch dem Leiter Marketing und anderen Topmanagern soll gekündigt worden sein.
Bei Bison scheint kein Stein auf dem anderen zu bleiben. Selbst ein Verkauf einzelner Bereiche werde offenbar geprüft. An Bison Process hält Fenaco fest, das hat der Konzern bereits früher bekräftigt - "hier werden wir voraussichtlich sogar weiteren Entwicklern interessante Stellen anbieten können", sagt ein Fenaco-Sprecher.
Alles andere ist jetzt aber auf dem Prüfstand. Fenaco stellt klar, dass Bison im laufenden Jahr Verluste schreibt, "was letztlich die beschriebenen Massnahmen" bedinge. Unvermeidbare Trennungen, wie sie derzeit im Overhead-Bereich erfolgten, würden sozialverträglich ausgestaltet, wie es der Fenaco-Kultur entspreche. (mim)

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