Bison-Sanierung führt zu Gewinnsprung bei Fenaco

19. Mai 2016, 15:46
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Bison: 40 Stellen weg, schwarze Zahlen und ein kräftiger Gewinnsprung bei Fenaco.

Bison: 40 Stellen weg, schwarze Zahlen und ein kräftiger Gewinnsprung bei Fenaco.
Trotz sinkendem Umsatz stieg der Reingewinn des riesigen Bauernkonzerns Fenaco um 65 Prozent (!) auf 96 Millionen Franken. Hauptgrund für die markante Gewinnsteigerung ist, dass der Konzern bei der Software-Tochter Bison aufgeräumt und die jahrelange Geldverbrennungs-Orgie beendet hat.
Die Aussagen von Fenaco-Chef Martin Keller in einem Interview im Jahresbericht des 6-Milliarden-Konzerns lassen keinen anderen Schluss zu. Auf die Frage, warum der Gewinn so stark gestiegen sei, sagt Keller: "Grund dafür ist im Wesentlichen die vollständige Übernahme und erfolgreiche Integration des IT-Unternehmens Bison. Wir konnten die Kosten deutlich reduzieren, zudem waren die bis anhin gewährten Darlehen für Entwicklungkosten und deren jährliche Abschreibung aufgrund der Integration nicht mehr länger nötig."
40 Stellen abgebaut, schwarze Zahlen
Seit dem Weggang von Bison-Chef Ruedi Fehlmann im Herbst 2014 ist es überraschend schnell gelungen, den Surseer Software-Hersteller zu sanieren. Unter dem neuem Verantwortlichen Michael Buser wurden fast 40 Stellen abgebaut, hat die 'Neue Luzerner Zeitung' (Artikel nicht online zugänglich) addiert.
Nun habe Bison "mit einer schwarzen Null" abgeschlossen, so Buser zu der Zeitung. Und sie ist gegenüber dem Konzern nicht mehr verschuldet, wie man dem Geschäftsbericht entnehmen kann. Letztes Jahr hat Bison zehn neue Software-Entwickler angestellt, auch 2016 sollen nochmals so viele Entwickler dazu kommen.
Endlich Erfolg im Markt mit Drittkunden
Möglich wird dies unter anderem, weil Bison endlich auch Erfolg im Drittmarkt hat. Offensichtlich ist die preisgekrönte Software zur Steuerung von digitalen Preisschildern auch auf freier Wildbahn ein Erfolg. So wird die ESL-Lösung europaweit bei Media-Saturn eingeführt. Auch Media Markt Schweiz benützt sie, ein anderer Schweizer Haushalt-Elektronik-Händler hat ein Pilotprojekt laufen, sagte Buser unserem Kollegen Minetti von der 'NLZ'.
Bison will sich nach und nach zum Spezialisten für Smart Farming entwickeln. Ein Produkt dafür ist eine Ernte-App für Bauern. Sie können der Fenaco täglich Erntemengen per App melden, der Konzern kann so die Belieferung seiner Kunden besser steuern. (hc)

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