BIT-Auftrag: Drei Abbrüche und zwei Zuschläge an Swisscom

21. August 2018, 14:22
  • channel
  • bit
  • beschaffung
  • swisscom
  • vpn
image

Im September schrieb das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) in einem selektiven Verfahren Dienstleistungen für neue Zugangssysteme der Bundesverwaltung bis Ende 2032 aus.

Im September schrieb das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) in einem selektiven Verfahren Dienstleistungen für neue Zugangssysteme der Bundesverwaltung bis Ende 2032 aus. Nun wurden Zuschläge über insgesamt rund 84 Millionen Franken für zwei der fünf Lose erteilt, die übrigen wurden abgebrochen.
Laut Begründung auf Simap konnte für eine Ethical Wall, einem Zugangssystem im UCC-Umfeld, keiner der Bewerber die notwendigen Kriterien und technischen Anforderungen erfüllen. Die Ausschreibung für eine Datenbank Firewall sowie für ein LDAP Gateway und Virtual Directory Server wurden nach Artikel 30, Absatz zwei, Bestimmung a der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen abgebrochen. Das heisst, dass ebenfalls die Kriterien von den Bewerbern nicht erfüllt wurden.
Auf Nachfrage zu den genauen Gründen für den Abbruch der Aufträge hält das BIT lediglich fest, dass keine Angebote die formulierten Kriterien erfüllten.
Da die Beschwerdefrist noch laufe und das Verfahren nicht abgeschlossen sei, könne man derzeit konkreteren Fragen zum Abbruch nicht beantworten, erklärt BIT-Mediensprecherin Sonja Uhlmann-Haenni auf Anfrage von inside-it.ch. Das weitere Vorgehen zur Vergabe der Aufträge in den abgebrochenen Losen werde derzeit geprüft.
Die beiden Zuschläge ergingen an Swisscom. Der Blaue Riese erhielt einen Auftrag über rund 79 Millionen inklusive Optionen. Dieser umfasst Firewall, Mail-Security-Gateway, VPN Gateway, Internet Proxy, Web-Application-Firewall, Loadbalancer sowie Webservice-Gateway. Der zweite Auftrag in Höhe von rund fünf Millionen Franken wurde für einen Remote Desktop Gateway erteilt.
Beide Aufträge umfassen optional den zweimaligen Ersatz der Hardware nach Ablauf des Lifecycles sowie allfällige Softwarelizenzen für Wartung, Support und Ausbau während dem Lifecycle. Zudem wurden diverse Dienstleistungen im Rahmen des Abbaus der Altsysteme und der Migration ebenfalls als Optionen in den Auftrag integriert. "Die ausgeschriebenen Leistungen im Bereich der Zugangssysteme (Hardware-Ersatz sowie allfällige Dienstleistungen wie zum Beispiel während der Migrationsprojekte) sollen dann abgerufen werden, wenn die sich aktuell im Einsatz befindlichen Netzübergangselemente (wie Firewalls, Mail-Security-Gateway, Internet Proxy, Loadbalancer, etc.) ersetzt werden müssen", so Uhlmann-Haenni. (ts)
Korrigendum 23. August: Anzahl der Abbrüche im Titel angepasst sowie die Bestimmung für zwei Abbrüche präzisiert.

Loading

Mehr zum Thema

image

Competec hat eigene Marke für PC-Zubehör lanciert

Die neue Schweizer Marke Onit wurde bis jetzt nicht gross angekündigt. Das wird laut Competec bewusst so gehandhabt.

publiziert am 30.1.2023
image

Talkeasy Schweiz wird liquidiert

Am 14. Dezember 2022 wurde Talkeasy aufgelöst. Der Schweizer Telco war für seine aggressive Kundenbindung bekannt.

publiziert am 27.1.2023
image

Intel-Zahlen rasseln in den Keller

Im vergangenen Quartal fiel der Umsatz im Jahresvergleich um 32% auf 14 Milliarden Dollar. Unter dem Strich steht sogar eine rote Zahl.

publiziert am 27.1.2023
image

Inventx übernimmt DTI-Gruppe

Der Spezialist für Datentransformation und Informationsmanagement hat einen neuen Besitzer, bleibt aber eigenständig.

publiziert am 27.1.2023