BIT dementiert Spekulation um Redli-Abgang kategorisch (Update)

1. November 2010, 10:27
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"Fast alles unwahr", sagt das Bundesamt für Informatik zu einem entsprechenden Pressebericht.

"Fast alles unwahr", sagt das Bundesamt für Informatik zu einem entsprechenden Pressebericht.
Die Zeitung 'Sonntag' berichtete gestern unter dem Titel "Informatikchef vor Abgang?" darüber, dass der nunmehr abgetretene Finanzminister Hans-Rudolf Merz den Chef des Bundesamtes für Informatik und Telekommunikation (BIT) infrage stelle. Merz habe entschieden, dass der 60-jährige Marius Redli, der das BIT mit seinen 1200 Angestellten seit über elf Jahren führt, "jetzt gehen soll, heisst es in Bundesbern", schreibt der 'Sonntag'. Weder Finanzdepartement noch Redli hätten Stellung nehmen wollen.
Im Artikel heisst es weiter, viele wunderten sich, wieso Merz an einem seiner letzten Arbeitstage einen Amtschef vor die Türe setzen sollte, zumal das BIT bei den IT-affinen Parlamentariern einen guten Ruf geniesse. Weiter heisst es im Artikel, dass nur der Gesamtbundesrat einen Amtschef entlassen könne. Heute Montag fände ein Gespräch zwischen Redli und seiner neuen Chefin, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, statt. Erst dann werde entschieden und kommuniziert, ob Redli im Amt bleibe oder gehe.
Beim BIT wird auf Anfrage von inside-it.ch allerdings nur eine einzige Passage im Artikel – nämlich dass die Parlamentarier mit dem BIT zufrieden seien – als wahr bezeichnet. Der ganze Rest stimme nicht, so eine Mediensprecherin.
Update: Marius Redli hat mittlerweile seinen Rücktritt bekannt gegeben. Das BIT steht zur Aussage, dass der Bericht im 'Sonntag' nicht der Wahrheit entspreche. Redli sei nicht von Merz entlassen worden. (Maurizio Minetti)

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