BIT schreibt wieder Grossauftrag für IT-Personalverleiher aus

3. August 2012, 14:09
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200'000 Arbeitsstunden bis 2016.

200'000 Arbeitsstunden bis 2016.
Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) und das Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) haben Mitte Juli 2012 eine öffentliche Ausschreibung für den Personalverleih von IT-Spezialisten für die Periode 2012 - 2016 gestartet. Dabei werden Informatiker für über 200'000 Arbeitsstunden gesucht. Sollte der gesamte Auftrag an nur ein Unternehmen erteilt werden, würden somit bloss Grossunternehmen wie IBM oder Accenture mit grossen internationalen personellen Ressourcen in Frage kommen. Gegenüber inside-it.ch stellt BIT-Pressesprecher Claudio Frigerio nun jedoch klar, dass es vier Zuschläge geben werde. „Die Angebote mit der höchsten bis vierthöchsten Gesamtpunktezahl erhalten den Zuschlag.“
Ausserdem sei die ausgeschriebene Arbeitsstundenanzahl bloss eine Richtlinie. Es handle sich um ein Gerüst aufgrund von Erfahrungszahlen, so Frigerio weiter. Es bestehe keine Bezugspflicht. "Wir wissen heute noch nicht, in welchem Umfang wir effektiv Leistungen bis Ende 2016 abrufen werden", erklärt der Pressesprecher weiter.
BIT braucht externe personelle Ressourcen
Das ISB und das BIT haben für die aktuelle Ausschreibung ihre Bedürfnisse in Bezug auf externe personelle Ressourcen für die nächsten 4 Jahre untersucht, bewertet und gebündelt, stellt Frigerio klar. Mit diesem Zuschlag werden Anbieter mit Kompetenzen gesucht, für die einen grossen Bedarf erwartet wird, der mit den internen Ressourcen alleine nicht gedeckt werden könne. Das Ziel dabei sei, dass die benötigten externen Fachkräfte den Informatikprojekten zeitnaher und zielgerichteter zur Verfügung stehen sollen. "Würden wir die Profile erst im Zeitpunkt eines konkreten Projektstarts ausschreiben, würden sich die Projektarbeiten um mindestens fünf - sechs Monate verzögern, da das Vergabeverfahren bis zum Zuschlag so lange dauert", sagt Frigerio inside-it.ch weiter.
Öffentliche Ausschreibung relativ neu
Dass Personalverleih-Leistungen öffentlich ausgeschrieben werden, ist relativ neu. Am 1. Januar 2010 trat die Revision der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen (VöB) in Kraft. Unter anderem wurde damit festlegten, dass Personalverleih-Leistungen neu nach den Regeln des 3. Kapitels der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen (VöB) auszuschreiben sind, auch wenn sie nicht vom WTO-Übereinkommen erfasst sind. Vor dieser Änderung mussten Personalverleih-Leistungen nicht öffentlich ausgeschrieben werden.
Bereits Mitte Juli dieses Jahres erhielten vier IT-Personalverleiher Zuschläge für einen Auftrag des BIT, mit einem Gesamtvolumen von knapp 28 Millionen Franken. Welche Unternehmen die nun jetzt ausgeschriebenen grossen Personalaufträge gewinnen werden, wird wohl nicht vor Dezember 2012 geklärt sein. (Linda von Burg)

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