BIT: Zuschlag über 71 Millionen Franken für externe Informatiker

14. Oktober 2016, 13:02
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Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) hat im Rahmen einer grösseren Ausschreibung für ein Los den Zuschlag erteilt.

Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) hat im Rahmen einer grösseren Ausschreibung für ein Los den Zuschlag erteilt. Es geht um externe Spezialisten für Projekt- und Programmmanagement sowie Unterstützung bis Ende 2020. Gefragt waren dazu maximal 94'070 Stunden und ein fixes Kostendach für die Geschäftsfelder des BIT. Angebote als Personalverleih hatte das BIT von dieser Ausschreibung ausgeschlossen.
Das Total des Zuschlags beträgt maximal 71,2 Millionen Franken. Berücksichtigt wurden fünf Schweizer Anbieter:
LBT Business Technologies mit 12'964'930 Franken.
RMIT Professional Resources 12'595'070 Franken.
Kiwi Consultants mit 13'781'400 Franken.
Business & Decision mit 14'945'050 Franken.
AWK Group mit 16'962'550 Franken.
Laut BIT ist RMIT, eher bekannt als Personalverleih, auch qualifiziert: "Analog der übrigen Zuschlagsempfänger wird RMIT allfällige Dienstleistungen für das BIT im Auftragsverhältnis abwickeln. Unter dieser Ausschreibung werden keine Personalverleihverträge abgeschlossen. Unabhängig von den Fähigkeiten/Möglichkeiten der Zuschlagsempfänger."
Wer kurz und heftig 71,2 Millionen Franken durch 94'000 Arbeitsstunden dividiert, könnte auf einen durchschnittlichen Stundenlohn von 756 Franken kommen. Aber diese Rechnung könne nicht gemacht werden, so das BIT: "Um den durchschnittlichen Stundensatz aller geforderten Profile annähernd zu ermitteln, muss man die Summe des Angebotes einer Anbieterin durch die gesamte Anzahl Stunden teilen. Dies ergibt einen wesentlich tieferen Durchschnittswert. Formal muss die Verwaltung jedoch die Summe aller Zuschläge an alle Losempfänger auf SIMAP publizieren. Die Vergabestelle kann nämlich nur die Anzahl Stunden abrufen, nicht die Summe der zugeschlagenen Beträge."
Es ist offen, für welche Projekte die Ressourcen eingesetzt werden. Laut BIT geht es um viele Einzelbedürfnisse. "Jährlich setzt das BIT rund 100 Projekte um, dazu kommen Projektleiterbedürfnisse für andere Verwaltungseinheiten. Das BIT wird laufend beansprucht, den Verwaltungseinheiten im Bereich der Projektleitung Ressourcen zur Verfügung zu stellen."
Zur eigenen Ausschreibungspraxis - rund 49 Mannjahre Arbeit für unklare Projekte auf Vorrat zu buchen - sagt das BIT präzisierend, dass eine einzelne WTO-Ausschreibung pro Einzelbedürfnis "kaum effizienter wäre als das gewählte Vorgehen".
Ein zweites Los derselben Ausschreibung wurde abgebrochen. Die Neuausschreibung steht noch aus. (mag)

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