Bitcoin-Automat made in Switzerland

28. Januar 2014, 15:26
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Der Bitcoin-Automat in Zürich war ein Erfolg. In Baar hat ein Unternehmen einen eigenen Automaten hergestellt.

Der Bitcoin-Automat in Zürich war ein Erfolg. In Baar hat ein Unternehmen einen eigenen Automaten hergestellt.
Die Aufregung rund um die digitale Währung Bitcoin hat auch die Schweiz erreicht. Der erste Schweizer Bitcoin-Automat stand für eine kurze Zeit im Zürcher Viadukt. Es war ein Pilotversuch der World Bitcoin Association. Der Präsident Dorian Credé zeigt sich gegenüber inside-it.ch zufrieden: "Das sechstägige Projekt lief besser als erwartet". Es wurden insgesamt 15 Bitcoins im Wert von 12'000 Franken gekauft und 90 Transaktionen getätigt. "Die Leute waren enttäuscht, dass die Maschine nur so kurz dort steht."
Eine eigene Maschine des Herstellers Lamassu soll im April geliefert werden. Wo diese dann aber stehen soll, ist noch nicht klar. "Wir haben eine Zusage vom Viadukt, dass wir den Automaten dort hinstellen dürfen. Wir wissen aber noch nicht, ob es vielleicht einen besseren Standort geben könnte," sagt Credé. Die World Bitcoin Association suche nach weiteren Optionen. So habe Starbucks zwar keinen Bedarf, die SBB und der ZVV prüfen dies aber noch.
Baarer Firma mit eigenem Automat
Was der Verband noch nicht hat, hat eine andere Firma in Baar: Eine eigene Bitcoin-Maschine. Bitcoin Suisse hat einen eigenen Automaten entwickelt, mit dem man Bitcoins kaufen kann. Laut Bitcoin-Suisse-CEO Niklas Nikolajsen wurde das Gerät in Zusammenarbeit mit einer deutschen und österreichischen Firma hergestellt. Die Software, das Assemblieren und der Farbanstrich stammt aus der Schweiz.
Noch gibt es erst einen Prototypen (Foto). Das Ziel ist, in den nächsten acht Wochen weitere sechs herzustellen, und in der gesamten Schweiz aufzustellen. Was so ein Gerät kostet, sei noch nicht klar. Laut Nikolajsen hat die Herstellung, ohne die eigenen Arbeit mitzurechnen, 9'000 Franken gekostet. "Wir wollen aber nicht die Geräte verkaufen, sondern diese platzieren und betreiben", so Nikolajsen gegenüber inside-it.ch. Im Vergleich zum Lamassu-Gerät sei der Bitcoin-Suisse-Automat grösser und mit mehr Service-Möglichkeiten ausgerüstet.
Das Lizenzen-Problem
Ein Problem, das beide Unternehmen haben, ist die Lizenz der Finanzmarktaufsichtsbehörde (Finma). Um einen Automaten aufzustellen, braucht es eine Lizenz, um sicherzustellen, dass das schweizerische Geldwäscherei-Gesetz nicht tangiert wird. Da es zurzeit aber noch keine Regulierungen, geschweige denn Definitionen bezüglich den Bitcoins gibt, haben die Unternehmen noch keine Lizenz erhalten.
Ausserdem treffen sich das Baarer Unternehmen Bitcoin Suisse und die World Bitcoin Association in diesen Tagen, so Nikolajsen. Es könnte sein, dass die beiden Projekte einen Weg finden, zusammenzuarbeiten. (Linda von Burg)

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