Bitcoin: Nach dem Gipfelsturm auf Sturzflug

12. Januar 2017, 15:30
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Einer wochenlangen Klettertour des Bitcoins ist nun eine rasante Talfahrt gefolgt: Binnen einer Woche hat die digitale Währung rund einen Drittel ihres Wertes verloren.

Einer wochenlangen Klettertour des Bitcoins ist nun eine rasante Talfahrt gefolgt: Binnen einer Woche hat die digitale Währung rund einen Drittel ihres Wertes verloren. Am Donnerstag fiel der Kurs auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember.
Inzwischen sind alle Gewinne einer seit Dezember bis ins neue Jahr hinein anhaltenden Rally wieder verloren. Noch vor einer Woche hatte der Bitcoin nach Berechnungen der Nachrichtenagentur 'Bloomberg' ein Rekordhoch von über 1161 Dollar erreicht. Am Donnerstag fiel die Digitalwährung demnach aber bis unter 753 Dollar.
Im Visier chinesischer Behörden
Furcht vor einer stärkeren Regulierung der Digitalwährung durch Chinas Führung lasse Anleger die Flucht ergreifen, hiess es aus dem Handel.
Die Betreiber der Online-Handelsplattform BTCC bekamen nach eigenen Angaben am Mittwoch Besuch von Vertretern der chinesischen Notenbank und weiteren Behörden. Das teilte das Unternehmen auf seiner Internetseite mit. Es sei mit weiteren Treffen diese Woche zu rechnen.
BTCC versucht, Panik entgegenzuwirken: Man arbeite aktiv mit den Behörden zusammen. "Unterdessen bitten wir unsere Kunden eindringlich, Medienberichte rational und behutsamen zu bewerten, die über das Treffen und die Gespräche spekulieren."
Die jüngste Klettertour des Bitcoins war laut Händlern massgeblich von chinesischen Behörden ausgelöst worden. Chinas Führung hatte zuletzt Kapitalverkehrskontrollen verschärft, um die Talfahrt der Landeswährung Yuan abzubremsen. Chinesische Anleger können derartige Kontrollen umgehen, indem sie auf die staatlich bislang nicht kontrollierte Digitalwährung ausweichen. Jetzt aber dürfte auch der Bitcoin ins Visier der Behörden geraten. (sda/ts)

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