Bitcoin: Top oder Flop?

6. Dezember 2013, 16:01
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Amerikaner sagen, Bitcoin sei "the next big thing". Die Chinesen verbieten das Bitcoin-Geschäft.

Amerikaner sagen, Bitcoin sei "the next big thing". Die Chinesen verbieten das Bitcoin-Geschäft.
Die digitale Währung Bitcoin scheidet die Geister: Analysten der Bank of America haben in einem Bericht zum ersten Mal davon gesprochen, dass Bitcoin "das wichtigste Zahlungsmittel im Online-Handel und ein ernsthafter Herausforderer traditioneller Anbieter werden könnte". Sie schätzen das Marktpotential auf 15 Milliarden Dollar - also 1300 Dollar pro Bitcoin.
Die Bank-Analysten sehen aber auch Gefahren. So ist der Wert der Währung extrem variabel. Bitcoins gibt es seit 2009, zwei Jahre später stieg der Wert pro Coin auf zwei Dollar. Anfang dieses Jahres kostete ein Bitcoin bereits 20 Dollar, im April 266 Dollar und heute ist der Wert um die 1000 Dollar. Diese Währungsachterbahn könnte dazu führen, dass Bitcoins nicht als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Zudem warnen sie von einer Bitcoin-Blase.
Die Chinesen sind der Währung aber negativer gestimmt. Chinas Zentralbank hat den Finanzinstituten des Landes Transaktionen mit der virtuellen Währung Bitcoin verboten, teilte die Notenbank gestern Donnerstag in Peking mit. Bitcoin sei keine verlässliche Währung, sondern ein hochspekulatives Online-Produkt, warnte die Zentralbank.
Dass gerade China dem Bitcoin einen Riegel vorschiebt, könnte aber den Verlauf stark beeinflussen. Denn die Volksrepublik ist einer der wichtigsten Märkte für Bitcoins. Ob sich aber die Währung durchsetzt wird, hängt stark damit zusammen, ob die Tauschplattformen sicher gemacht werden. (Linda von Burg)

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