Bitcoin verbraucht mehr Strom als die ganze Schweiz

4. Juli 2019, 13:46
  • international
  • bitcoin
image

Gemäss Berechnungen der Universität Cambridge verbraucht der Unterhalt der Bitcoin-Blockchain durch die Bitcoin-Miner gegenwärtig global rund 64 Terawattstunden (TWh) an elektrischer Energie pro Jahr.

Gemäss Berechnungen der Universität Cambridge verbraucht der Unterhalt der Bitcoin-Blockchain durch die Bitcoin-Miner gegenwärtig global rund 64 Terawattstunden (TWh) an elektrischer Energie pro Jahr. In einem neuen Online-Tool vergleicht die renommierte Uni dies mit Schätzungen des CIA zum Stromverbrauch einzelner Länder aus dem Jahr 2016. Für die Schweiz schätzte die CIA den Verbrauch auf 58,5 TWh, also deutlich weniger als für das Bitcoin-Mining.
Bitcoin-Transaktionen werden in einem komplizierten und äusserst rechenintensiven Prozess von den Bitcoin-Minern in der Bitcoin-Blockchain festgehalten. Der Prozess wurde von Anfang an absichtlich so gestaltet, dass er unnötig viel Energie verbraucht. Zudem wird er immer rechenintensiver, je länger die Blockchain wird. Und des weiteren stehen verschiedene Bitcoin-Miner beziehungsweise Miner-Konsortien immer in Konkurrenz zueinander. Nur der Gewinner erhält letztendlich die Belohnung für das Festhalten einer Reihe von Transaktionen in einem Block in Form einer bestimmten Menge an neuen Bitcoins. Die Rechenarbeit der Computer aller anderen, und damit deren Energieverbrauch, ist vergeblich. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

Pentagon verteilt seinen riesigen Cloud-Auftrag

Das Verteidigungsministerium musste das grosse Cloud-Projekt neu aufgleisen und umbenennen. Jetzt sind Milliardenzuschläge an Amazon, Google, Microsoft und Oracle gesprochen worden.

publiziert am 9.12.2022
image

US-Behörde will Activision-Übernahme durch Microsoft verhindern

Microsofts grösste Akquisition der Firmengeschichte gerät immer mehr unter Druck. Die US-Handelsaufsicht FTC hat Klage gegen die Übernahme eingereicht.

publiziert am 9.12.2022
image

Beschluss für europaweit einheitliche E-ID gefasst

Die eIDAS-Verordnung der EU verpflichtet alle Mitgliedstaaten, eine einheitliche digitale Identität anzubieten. Europa scheint nicht aus den Fehlern der Schweiz gelernt zu haben.

publiziert am 7.12.2022 1
image

San Francisco: Vorerst doch keine Roboter zum Töten

In einer zweiten Abstimmung hat sich das kommunale Gremium doch noch gegen die Richtlinie entschieden.

publiziert am 7.12.2022