BKB will innovativer und agiler werden

19. September 2017, 14:32
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Von 2018 bis 2021 investiert die Basler Kantonalbank dafür jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag.

Von 2018 bis 2021 soll jährlich ein zweistelliger Millionenbetrag investiert werden. So will die BKB eine "bedeutende Rolle im Bereich der neuen Finanztechnologien einnehmen und den Markt aktiv gestalten".
Die Basler Kantonalbank (BKB) hat bei ihrer periodischen Strategieüberprüfung die Leitplanken und Ziele für die nächsten drei Jahre festgelegt. Neben der qualitativen Weiterentwickelung des Kerngeschäfts sollen Innovationen und der Ausbau des Geschäftsmodells vorangetrieben werden. Zudem sollen Synergien mit der Tochter Bank Cler (ehemals Bank Coop) verstärkt werden. Während die BKB die Region Basel adressiert, positioniert sich die Bank Cler als digitale Bank mit schweizweiter physischer Präsenz, wie es in einer Mitteilung heisst.
Es soll von 2018 bis 2021 jährlich ein zweistelliger Millionenbetrag investiert werden, um unter anderem im Konzernverbund Prozesseffizienz und -harmonisierung weiter zu verbessern, wie die Bank Cler schreibt. Beim Mutterhaus heisst es, man wolle "dank dieser Investitionen eine bedeutende Rolle im Bereich der neuen Finanztechnologien einnehmen und den Markt aktiv gestalten".
APIs für Fintechs
Was das konkret für die IT bedeutet, erklärt gegenüber inside-it.ch Michael Eisenrauch, der seit gut einem Jahr den Geschäftsbereich Competence Center Services verantwortet, dem die IT und die IT-Services des BKB-Konzerns unterstellt sind. Die von ihm nicht näher bezifferten Investitionen im IT-Kontext werden insbesondere in die Orchestrierung und Integrationsfähigkeit der Systeme fliessen, hält er fest. Es gehe darum einen Integrations-Layer mit offenen APIs zu schaffen. Über den können sich dereinst Fintechs und etwa auch Unternehmen, die das Thema Blockchain adressieren, nahtlos andocken lassen, so Eisenrauch.
Ausserdem werde man sowohl bei der BKB als bei der Bank Cler das bereits in ersten Filialen laufende Konzept der digitalen Bank mit myBKB und myCler weiter ausdehnen.
Als ein Integrationsbeispiel verweist Eisenrauch auf die von der Bank Cler für das erste Quartal 2018 angekündigte Mobile-Only-Lösung, die den Umgang mit Geld vereinfachen soll. Es handle sich um eine App zur Abwicklung des kompletten Bankengeschäfts, in dessen Entwicklung frühzeitig und aktiv Kunden eingebunden worden sind, erklärt Bank-Cler-Sprecherin Natalie Waltmann auf Anfrage. Derzeit testet eine geschlossen User-Gruppe die Basisversion. Noch Ende des Jahres werde eine Betaversion öffentlich verfügbar sein, wie sie sagt.
Den Ansatz, Kunden frühzeitig und aktiv in Entwicklungsprozesse neuer Produkte und Dienstleistungen zu integrieren, will der Bankenverbund generell für das Vorantreiben seiner digitalen Transformation nutzen, heisst es in der Mitteilung zur künftigen Strategie. Er wird als Teil des Aufbaus eines systematischen Innovationsmanagements beschrieben, mit dem der Konzern anstrebt, künftig zu den innovativsten und agilsten Schweizer Finanzdienstleistern zu gehören. (vri)

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