BlackBerry-Hersteller RIM "bingt" sich auf Microsoft ein

4. Mai 2011, 10:06
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Lange Zeit war BlackBerry der Inbegriff des Business-Smartphone, jetzt verlieren die Geräte von Research in Motion (RIM) zugunsten von Apples iPhone und Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android zunehmend Marktanteile.

Lange Zeit war BlackBerry der Inbegriff des Business-Smartphone, jetzt verlieren die Geräte von Research in Motion (RIM) zugunsten von Apples iPhone und Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android zunehmend Marktanteile.
Zuletzt musste RIM daher die Gewinnprognose fürs erste Quartal deutlich senken. Grund genug für den kanadischen Hersteller, die Reissleine zu ziehen. Auf der hauseigenen BlackBerry World in Florida hat RIM daher nun zwei rettende Anker vorgestellt.
Bing for BlackBerry
Eine der neuen Trumpfkarten trat mit Microsoft-Chef Steve Ballmer persönlich auf, der eine neue Partnerschaft ankündigte: Demnach werden die Blackberry-Smartphones ab sofort standardmässig mit der Microsoft-Suchmaschine "Bing" und dem dazugehörigen Kartendienst "Bing Maps" versehen. Überraschend ist die Botschaft insofern, als beide Hersteller im Bereich Handy-Betriebssysteme in Konkurrenz zueinander stehen und Microsoft mit Windows Phone 7 offenbar keinen Fuss auf den Boden bekommt.
NFC for BlackBerry
Als zweite Trumpfkarte präsentierte RIM ein neues, superschmales Smartphone mit dem OS-Update BlackBerry 7 als Betriebssystem. Das BlackBerry Bold 9900 kommt mit 2,8 Zoll grossem Touchscreen, QWERTZ-Tastatur, 5-Megapixel-Kamera für HD-Aufnahmen und 1,2-GHz-Prozessor von Qualcomm. Das neue Betriebssystem unterstützt auch schon die Near Field Communication (NFC), ein neuer Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austauschen von Daten. Dieser soll den Einkauf erleichtern und es ermöglichen, mit dem Handy zu bezahlen.
Ausserdem sieht das neue RIM-OS auch ein Sicherheitsfeature vor, mit dem wichtige Firmen- und private Daten strikt voneinander getrennt werden können. Damit könnte das Unternehmen sich wieder ganz nach vorn boxen im Rangeln um die Gunst der Unternehmenskunden. (Klaus Hauptfleisch)

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