BlackBerry-Väter sollen RIM-Zügel lockern

28. Juni 2011 um 11:20
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Mit dem BlackBerry haben Mike Lazaridis und Jim Balsillie, die Gründer der kanadischen Firma Research in Motion (RIM), praktisch das Smartphone erfunden.

Mit dem BlackBerry haben Mike Lazaridis und Jim Balsillie, die Gründer der kanadischen Firma Research in Motion (RIM), praktisch das Smartphone erfunden. Aber genau wie das Unternehmen sind auch dessen Produkte in die Jahre gekommen, weil die Kunden heute mehr auf Apples iPhone und Android-Smartphones fliegen. Mit in die Jahre gekommen sind auch die Unternehmensgründer, die laut der indischen 'Economic Times' mit jeweils 10 Prozent der Anteile sowie als Co-CEOs und Co-Chairmen immer noch die Kontrollmehrheit haben.
Nachdem angesichts katastrophaler Zahlen von Anteilseignern dahingehend schon Kritik laut geworden war und manche von ihnen auf einen Führungswechsel drängten, haben sie nun Rückendeckung vom US-Beratungshaus Institutional Shareholder Service (ISS) bekommen. Die Analysten haben am Montag RIM aufgefordert, die beiden Führungspositionen, die des CEO und die des Chairman, zu trennen, um das Unternehmen vor einem weiteren Niedergang zu bewahren.
Wie ISS in dem abschliessenden Bericht erklärte, gebe es keinen triftigen Grund, alle Pflichten und Titel des Verwaltungsratsvorsitzenden an einen unabhängigen Direktor abzutreten, der dann allen Sitzungen und Entscheidungen vorsitzt. Weiter heisst es in dem Bericht, die jüngste Unternehmensverfassung und die "finanzielle Minderleistung" legten nahe, dass eine Trennung der Führungsrollen CEO und Chairman notwendig und im besten Interesse der RIM-Anteilseigner sei.
RIMs Jahreshauptversammlung, die in zwei Wochen stattfinden soll, dürfte recht stürmisch verlaufen. Denn nach einem heftigen Kursverlust und drastischem Einbruch des Börsenwertes rechnen Marktbeobachter damit, dass Anteilseigner sich vehement für einen Führungswechsel aussprechen werden, um den Aufsichtsrat unabhängig vom Management zu machen. (kh)

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