BlackBerrys für BlackBerry-Hasser

23. April 2007, 08:58
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Die kanadische Firma RIM hat mit ihren BlackBerrys den Markt für mobile E-Mail-Services verändert und ist in manchen Regionen der Welt, zum Beispiel im wichtigen US-Markt, Marktführer.

Die kanadische Firma RIM hat mit ihren BlackBerrys den Markt für mobile E-Mail-Services verändert und ist in manchen Regionen der Welt, zum Beispiel im wichtigen US-Markt, Marktführer. Eine Bremse für die Verbreitung der Dienstleistung stellte bisher aber die Bindung an die Hardware von RIM dar - viele potentielle Kunden konnten sich mit dem Design der BlackBerrys nicht recht anfreunden.
Nach einige vorsichtigen Versuchen, den BlackBerry-Service auch für andere Endgeräte zu öffnen, die aber jeweils nur beschränkten Zugriff und nicht die normale BlackBerry-Useroberfläche boten, startet RIM nun eine deutlich weitergehende Offensive: Im Laufe dieses Jahres soll die "BlackBerry Application Suite" auf den Markt gebracht werden. Diese Software soll, so erklärt RIM, andere Smartphones in vollwertige "virtuelle BlackBerrys" verwandeln.
Die "Software-BlackBerrys" werden vorerst nur für Mobiltelefone erscheinen, die auf Windows Mobile 6 basieren. Es ist aber anzunehmen, dass RIM sie bald auch für andere Plattformen lancieren wird, falls die Windows-Version auf genügend Nachfrage stösst.
Die BlackBerry-Software auf anderen Handys wird über ein Symbol gestartet und soll dann eine normale BlackBerry-Oberfläche mit den gewohnten Icons bieten. Darüber sollen Anwender auf alle BlackBerry-Daten und -Services wie Push-E-Mail, Kalender, Kontakte, Memos, Browser, Instant Messaging usw. benützen können. Die virtuellen BlackBerrys sollen als vollwertige Wendgeräte sowohl für BlackBerry Enterprise Server (Unternehmenskunden) als auch den BlackBerry Internet Service (Privatkunden) benutzt werden können.
Für RIM stellt die Öffnung für andere Hardware einen Drahtseilakt dar, denn fast drei Viertel seines Umsatzes stammen immer noch aus dem Geschäft mit den Endgeräten. Aber die Konkurrenz kann immer mehr BlackBerry-artige Features auf ihren Smartphones bieten, so dass der "Zwang" für Kunden, die Hardware von BlackBerry zu kaufen, absehbar nachlässt. (hjm)

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