"Blacklist" und "Slave" verschwinden aus dem Linux-Kernel

13. Juli 2020, 10:07
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Linus Torvalds genehmigt den Vorschlag, eine neutrale Sprache im Kernel-Code und in der Dokumentation zu verwenden.

Die "Black Lives Matter"-Bewegung hat auch in der Softwarebranche zu Diskussionen über problematische Fachausdrücke geführt. Nun hat auch Linus Torvalds, der Hauptentwickler des Linux-Kernels, eine neue Terminologie für den Code und die Dokumentation genehmigt. Durch die Änderung werden Begriffe wie Blacklist, Master und Slave abgeschafft.
Es gibt keine formalen Alternativen, aber das Linux-Team schlägt eine Reihe von Wahlmöglichkeiten vor. Anstatt "Master/Slave" sollen etwa "Primary/Secondary", "Leader/Follower" und "Director/Performer" verwendet werden. Eine vorgeschlagene Alternative für "Blacklist/Whitelist" ist "Blocklist/Passlist". Welche Begriffe die Entwickler wählen, bleibt ihnen überlassen.
Torvalds hat sich mit diesem Schritt einer Reihe von Tech-Firmen und Open-Source-Projekten angeschlossen, die Verweise auf rassistischen Jargon aus ihrem Code entfernt haben. Die Liste umfasst unter anderem Microsoft, Github, MySQL oder Splunk. 

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