Blackphone und das "juristische Exil" in der Schweiz

20. Februar 2014, 16:51
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Mitte Januar wurde bekannt, dass verschiedene Privacy-Vorkämpfer mit "Blackphone" ein abhörsicheres Smartphone auf den Markt bringen wollen. Auslöser sind die Enthüllungen rund um die NSA-Abhöraktivitäten, die seit vergangenen Sommer für Aufregung sorgen.

Mitte Januar wurde bekannt, dass verschiedene Privacy-Vorkämpfer mit "Blackphone" ein abhörsicheres Smartphone auf den Markt bringen wollen. Auslöser sind die Enthüllungen rund um die NSA-Abhöraktivitäten, die seit vergangenen Sommer für Aufregung sorgen. Kommende Woche soll es am Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt werden.
Blackphone ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in Genf und Schweizer Website. In Genf, wo Blackphone vier Personen beschäftige, suche man nicht etwa die Nähe zu den Vereinten Nationen, sagt Mitgründer Javier Agüera. Ihn hätten vielmehr die scharfen Datenschutzbestimmungen der Schweiz angezogen.
"Juristisches Exil", nennt der Spanier die Entscheidung, mit Blackphone in die Schweiz zu kommen. Agüera streicht die bekannten Eigenschaften wie Neutralität, Datenschutzbestimmungen, Stabilität und Sicherheit hervor. Blackphone arbeitet mit einem Schweizer Hoster, den Namen nennt das Unternehmen aber nicht. "Es ist hier sehr unwahrscheinlich, dass jemand an unsere Tür klopft und die Daten verlangt", meint Agüera. Ohnehin hätte Blackphone Datenschnüfflern wenig zu bieten, denn auf den Servern sei kaum mehr als der Benutzername gespeichert.
Agüera betont, dass man nicht in die Schweiz gekommen sei, "um hier bloss einmal im Jahr Steuern zu zahlen." Nach und nach soll mehr Infrastruktur in die Schweiz verlegt werden. Der Standort in Genf soll bald ausgebaut werden. Ausserdem wolle man die Nähe zu Hochschulen nutzen. (mim)

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