Blick.ch postet gefährliches Banner

8. Januar 2008, 15:51
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Online-Werbung kann bösartig sein.

Online-Werbung kann bösartig sein. So die vergangenen Freitag auf der Internet-Seite von 'Blick' als "Banner" (oben) veröffentlichte Werbung. Wer darauf klickte, versuchte der Server, der hinter der Werbung steckt, Spyware und anderes böses Zeugs auf den PC zu senden. Zudem wollte das schädliche Banner dem Anwender eine nutzlose, aber erpresserische Software namens 'PerformanceOptimierer' installieren. Diese produziert Fehlalarme und entfernt die angeblichen Schädlinge erst, nachdem man eine Registrierungsgebühr bezahlt hat, wie BloggingTom heute schreibt.
Entdeckt wurde das böse Banner (lieber Werbepartner, verschon doch bitte UNSERE LeserInnen vor solchem Zeugs) durch Sandi Hardmeier, die die Story schon letzten Freitag publizierte.
BloggingTom versuchte, von PubliGroupe, deren Tochterfirma Media Connect den Banner hostete, eine Stellungnahme und eine Erklärung zu bekommen. Sein E-Mail wurde nicht einmal beantwortet. Auskunftsfreudiger war aber Blick-Verleger Ringier. Man überprüfe die Werbemittel der Kunden laufend. Da diese aber die Zieladresse der Links hinter einem Banner temporär auswechseln könne, könne sich ein Seitenbetreiber nicht vollständig gegen Banner, die zu einem gefährlichen Server leiten, schützen. Ringier prüft nun eine schwarze Liste von Auftraggebern, die nicht sauber arbeiten, zu erstellen und diese auch den Werbevermittlern zur Verfügung zu stellen.
Den fitten Blogger BloggingTom gibt es übrigens auch für unsere LeserInnen: Jeden Mittwoch in seiner Kolumne. (hc)

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