BLS testet neue Ticket-App "mit GA-Komfort"

2. Februar 2016, 09:38
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Das Bahnunternehmen BLS testet im Februar eine noch namenlose App, welche Mobiltelefon-Besitzern praktisch alle Handlungen zum Kauf eines Billetts abnimmt.

Das Bahnunternehmen BLS testet im Februar eine noch namenlose App, welche Mobiltelefon-Besitzern praktisch alle Handlungen zum Kauf eines Billetts abnimmt. Reisende müssen nur am Anfang und am Schluss einer Reise einen Knopf drücken.
Aktiviert der Kunde am Abfahrtsort die Applikation und drückt den Start-Knopf, erkennt das System den Abfahrtsort automatisch. Während der Reise kann der Kunde beliebig umsteigen oder Zwischenhalte einlegen. Am Ziel angekommen, ist lediglich ein Klick auf den Knopf "Reise beenden" nötig, wie die BLS mitteilte.
Dem Kunden wird dann ein provisorischer Ticketpreis angezeigt, welcher auf Basis der regelmässigen Lokalisierung der Smartphones und der daraus ermittelten Reiseroute berechnet wird. Das definitive Ticket mit dem besten Fahrpreis wird am Ende des Tages ausgestellt und der Kreditkarte des Kunden berechnet. Für die BLS besteht der Vorteil der App darin, dass so Kunden den öffentlichen Verkehr ohne Vorbereitung, einfach, schnell und zum besten Preis nutzen können. Das sei "GA-Komfort", schreibt das Unternehmen. Rund 30 Personen beteiligen sich am Versuch.
Wer die App entwickelt hat, will BLS-Sprecherin Helene Soltermann gegenüber inside-it.ch nicht verraten. Es handle sich aber um eine Eigenentwicklung. Für solche arbeite die BLS mit nationalen und internationalen Unternehmen zusammen.
Vor zwei Jahren erhielten IBM, Accenture und Erni Consulting Zuschläge als strategische Partner der BLS. Dabei ging es um Java-Entwicklung und das Testen von IT-Lösungen.
Es ist nicht das erste Mal, dass in der Schweiz solche Systeme getestet werden: Schon zu Beginn der Nuller-Jahre testeten SBB, Postauto und Verband des öffentlichen Verkehrs (VöV) ein System namens "Easy Ride". Es basierte auf einer Chipkarte, den die Reisenden auf sich trugen und die von in den Fahrzeugen installierten Sensoren erfasst wurden.
Der Entwickler stellte 2002 die Weiterentwicklung des Systems aber ein. Die Deutsche Bahn kennt ein System namens "Touch and Travel", das dem von der BLS nun getesteten System ähnlich ist. (sda/mik)

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