"Blutbad": 30 Rappen Marge auf einem PC

17. November 2006, 17:03
  • international
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Bischoff: "Ein richtiges Blutbad bei den Preisen."

Bischoff: "Ein richtiges Blutbad bei den Preisen."
Fujitsu-Siemens-Chef Bernd Bischoff machte einige interessante Bemerkungen im Gespräch mit der deutschen Zeitschrift 'ComputerWoche', das heute publiziert wurde.
So sprach er von einem "Blutbad" im deutschen (und wohl auch europäischen) PC-Markt im ersten Halbjahr 2006. Die Nachfrage nach PCs und Notebook entwickelte sich dieses Jahr bekanntlich katastrophal. Dies hat gemäss Bischoff dazu geführt, dass die Hersteller auf zu vielen Komponenten sassen. Dazu kam die neue Verordnung der EU über die Verwendung von gefährlichen Stoffen. Dies führte gemäss dem hervorragenden Kenner des europäischen PC-Markts dazu, dass "einige Hersteller Produkte zu extrem günstigen Preisen auf den Markt geworfen" hätten und zu einem massiven Überangebot. Bischoff: "Die Folge war ein richtiges Blutbad bei den Preisen." Fujitsu Siemens habe da nicht bei jedem Deal mitmachen wollen und deshalb überproportional Marktanteile verloren.
30 Rappen Marge pro PC (!)
Bischoff ging auch auf die laufenden Verhandlungen mit der deutschen Gewerkschaft IG Metall ein. Da FSC der einzige Hersteller sei, der noch in Deutschland produziere (was nicht ganz stimmt: auch Maxdata produziert in Deutschland), zeige sich die Gewerkschaft durchaus einsichtig. 35-Stunden-Woche und jedes Jahr drei Prozent Lohnherhöhung liegen gemäss Bischoff nicht drin.
Schliesslich rede man beim Verkauf von PCs über die Flächenmärkte "teilweise über eine Marge von 20 Cents (ca. 30 Rappen) pro Stück."
Fujitsu Siemens wolle 100 Millionen Euro einsparen. 20 Millionen aus der Belegschaft und 80 Millionen von den Zulieferern. (Christoph Hugenschmidt)

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